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Konstruktionen von Wirklichkeit
Raumdarstellung in Roman und Spielfilm am Beispiel von "Schlafes Bruder", "Die Klavierspielerin" und "Das Parfum"
Sandra Nigischer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ingrid Cella
DOI
10.25365/thesis.19335
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29249.09906.331764-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Bei der grundlegenden Frage, wie sich Raum in der Literatur konstituiert, wie er gefasst oder gelesen werden kann, ergibt sich ein Problem: Die meisten Standardwerke zur Textanalyse berücksichtigen keine Punkte zur Raumdarstellung. Wie aus jüngeren Untersuchungen hervorgeht, kann in der Literaturwissenschaft von einer Marginalisierung räumlicher Kategorien gesprochen werden – meist wird literarisch erlebter Raum nur im Zuge eines close readings berücksichtigt. Das Problem kennt auch die Filmwissenschaft: Obwohl Film seit über 100 Jahren Räume konstruiert und erschließt, ist eine mangelnde Auseinandersetzung mit einem der grundlegendsten Aspekte filmischen Erzählens zu bemerken.
Neben einer Abgrenzung verschiedener Arten von Raumverständnis in den unterschiedlichen Disziplinen, werden in der Arbeit fruchtbare theoretische Ansätze zur Untersuchung räumlicher Kategorien für die Gattungen Roman und Spielfilm herausgearbeitet.
Anhand der Bestsellerromane Schlafes Bruder von Robert Schneider, Die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek und Das Parfum von Patrick Süskind sowie deren gleichnamige Verfilmungen durch Joseph Vilsmaier, Michael Haneke und Tom Tykwer versucht die Arbeit schließlich zu veranschaulichen, welche Strukturen fiktional kreierte Räume aufweisen können, welche Informationen in eben diese eingeschrieben sind und welche Funktionen Raumdarstellung in Roman und Spielfilm übernehmen kann. Auf Grund des millionenfachen Lesepublikums der Bücher und des schon von vornherein zu erwartenden Kinoerfolgs kann davon ausgegangen werden, dass sowohl die Seite des Filmpublikums, als auch die Seite der Filmkritik die intermediale Übersetzung mit Argusaugen beobachtet. Filmschaffende sind daher immensem Druck ausgesetzt, ein „gelungenes“ Äquivalent zur Romanvorlage zu kreieren und scheuen dabei meist keine Mühen und Kosten. Hier interessiert, mit welchen Mitteln Regisseurinnen und Regisseure versuchen können, filmisch Äquivalentes zu konstruieren – und wo Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede hinsichtlich der Raumkonstruktion in den einzelnen Beispielen auszumachen sind.
Abstract
(Englisch)
When we consider the basic question as to how space establishes itself within literature and how it can be interpreted and conceived, the following problem arises: most standard works on textual analysis don't take the portrayal of space into consideration. As recent studies suggest, spatial categories within literary criticism are rather marginalized and the space experienced in literature can often only be taken into consideration in the course of a close reading. Film scholars are also aware of this problem. Although film makers have been creating spatial constructs for the past 100 years, there is a noteworthy lack of analysis about one of the most fundamental aspects of filmic storytelling.
Alongside making distinctions between the various ways in which one can interpret space within the different disciplines, this thesis will take seminal theoretical approaches towards the exploration of spatial categories within novels and motion pictures.
By reference to the best-selling novels Brother of Sleep by Robert Schneider, The Piano Player by Elfriede Jelinek and Perfume by Patrick Süskind, as well as to their screen versions with the same titles by Joseph Vilsmaier, Michael Haneke and Tom Tykwer respectively, this research paper seeks to illuminate the structures which can be displayed by spatial representation and which functions and capacities the portrayal of space can acquire. Due to the novels' multiple audiences and the success of their subsequent screen versions, as expected from the outset, we can assume the intermedial translation from page to screen is under eagle-eyed observation from both the audience and the critics. Film makers are thus under great pressure to create a “successful” equivalent to the model created by the book and usually shun no amount of effort and cost along the way. The main focus point here is the means in which directors can try to create filmic equivalents and where the differences and similarities between the separate works lie with regards to the construction of space.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Raum Raumtheorie Literaturverfilmung Bestseller
Autor*innen
Sandra Nigischer
Haupttitel (Deutsch)
Konstruktionen von Wirklichkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
Raumdarstellung in Roman und Spielfilm am Beispiel von "Schlafes Bruder", "Die Klavierspielerin" und "Das Parfum"
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
153 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingrid Cella
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC08978291
Utheses ID
17308
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
