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Psychosomatik in chronisch entzündlichen und funktionellen Darmerkrankungen
Ruth Kaikov
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Jürgen König
DOI
10.25365/thesis.19339
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29502.97381.807066-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zählen zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen unbekannter Ursache. Auch die Ätiologie und die Entstehtung des Reizdarmsyndroms enthalten noch viele ungeklärte Fragen. Es wird vermutet, dass die Ätiopathogenese auf verschiedene Faktoren wie genetische Prädisposition, Umwelteinflüsse, Lebensstil- und Ernährungsgewohnheiten sowie die Einnahme von Antibiotika und oralen Kontrazeptiva basieren. In den letzten Jahren beschäftigten sich Wissenschafter immer mehr mit der Frage, ob ein Zusammenhang zwischen Psychosomatik und chronisch entzündlichen bzw. funktionellen Darmerkrankungen besteht und ob das Auftreten von gastrointestinalen Erkrankungen mit psychischen Prozessen in Verbindung gebracht werden kann. Sowohl in wissenschaftlich belegten Studien sowie in populärwissenschaftlicher Literatur wird der Bauch als das zweite Gehirn bezeichnet. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Darm ein eignenes Nervensystem besitzt. Dass eine anatomische Beziehung zwischen Darm und Zentralnervensystem besteht und gastrointestinale Funktionen durch humorale und nervale Einflüsse kontrolliert werden, wurde durch etliche Neurowissenschafter bestätigt. Dadurch, dass verschiedenste Informationen wie Wohl- und Unbehagen, Emotion und Intuition, Freude und Leid zwischen Kopf- und Bauchhirn ständig übertragen werden, konnte molekular nachgewiesen werden, dass die Gesundheit des Darmes einen Einfluss auf die Stimmungslage hat und Gefühle wie Angst und Niedergeschlagenheit Beschwerden im Magen- Darm- Trakt auslösen können. Somit konnte wissenschaftlich belegt werden, dass zwischen Bauch- und Kopfhirn eine innige Kommunikation herrscht und sie sich gegenseitig beeinflussen können.
Schwerpunkt dieser Diplomarbeit ist es, eine Assoziation zwischen Psyche und Darm zu beweisen und in wie weit sich psychosoziale Anteile, belastende Lebensereignisse und Überforderungen im Alltag auf die Pathogenese, die Symptomatik und den Verlauf der Krankheit auswirken kann.
Zusätzlich wird auch das notwendige Wissen über die Ätiologie, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie der entzündlichen Darmerkrankungen vermittelt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Inflammatory bowel disease Functional bowel disorder Crohn´s disease Ulcerative colitis, Irritable bowel syndrome Psychosomatic Stress Anxety Nutrition
Schlagwörter
(Deutsch)
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen Funktionelle Darmerkrankungen Morbus Crohn Colitis ulcerosa Reizdarmsyndrom Psychosomatik Stress Angst Ernährung
Autor*innen
Ruth Kaikov
Haupttitel (Deutsch)
Psychosomatik in chronisch entzündlichen und funktionellen Darmerkrankungen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
XIV, 105 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen König
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC09047330
Utheses ID
17312
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
