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Einstellungen zu Suizid, Religiosität und Health Beliefs
ein interkultureller Vergleich zwischen ÖsterreicherInnen, PolInnen und polnischen ImmigrantInnen
Karin Kadluczka
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Martin Voracek
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19402
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29993.50721.191961-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund Religion hängt eng mit geringeren Suizidraten zusammen. Die Mechanismen, dieses Zusammenhangs scheinen sehr komplex zu sein. Um diesen Zusammenhang besser zu verstehen, wurde eine Stigma-Hypothese erstellt, die besagt, dass in Ländern mit liberaleren Einstellungen zu Suizid, Personen eher auf den Gedanken kommen sich selber umzubringen. Umgekehrt bekommen suizidgefährdete Personen, die auf ablehnendes Verhalten der Gesllschaft stoßen, nicht die Hilfe, die sie bräuchten. Ziel Diese interkulturelle Untersuchung, erhebt Einstellungen zu Suizid und das Verhalten suizidgefährdeten Personen gegenüber, Laientheorien über Suizid, den Glauben an genetische Faktoren von Suizid und die Bereitschaft professionelle psychologische Hlife in Anspruch zu nehmen. Methode Daten wurden mit Hilfe eines Fragebogens, der an ÖsterreicherInnen (n = 158), polnische ImmigrantInnen (n = 135) und PolInnen (n = 185) ausgeteilt wurde, gesammelt. Alle Befragten waren über 50 Jahre alt. Ergebnisse ÖsterreicherInnen hatten liberalere Einstellungen zu Suizid, polnische ImmigrantInnen ablehnende Einstellungen. Umgekehrt hatten polnische ImmigrantInnen positivere Einstellungen einem suizidgefährdeten Freund gegenüber als ÖsterreicherInnen. PolInnen zeigten ablehnende Einstellungen zu Suizid und ablehnende Einstellungen einem suzidgefährdeten Freund gegenüber. Es gab signifikante Unterschiede in den Laientheorien des Suizids zwischen den drei Gruppen. Polnische ImmigrantInnen und PolInnen glaubten weniger an genetische Faktoren von Suizid. Analysen zeigten, das eine positive Bereitschaft professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen für ÖsterreicherInnen und polnische ImmigrantInnen ähnlich war. Polinnen hatten die niedrigste Bereitschaft. Obwohl Religion kein signifikanter Prädiktor für eine positive Bereitschaft professionelle psychologische Hilfe war, zeigte die Bildung bei den ÖsterreicherInnen, das Geschlecht und die Bildung bei den PolInnen einen signifikanten Einfluss. Zusammenfassung Die Stigma-Hypothese konnte bei den ÖsterreicherInnen und bei den polnischen ImmigrantInnen bestätigt werden, aber nicht für die PolInnen. Mögliche Ursachen und zukünftige Forschungthemen wurden besprochen.
Abstract
(Englisch)
Background Religion is associated with lower suicide rates. The mechanism underlying religion-suicide association is very complex. To better understand this relationship, a stigma hypothesis has been brought forward, which assumes that in cultural contexts wherein suicide is associated with liberal attitudes, individuals may easily conceive of the idea of self killing. Conversely, suicidal individuals facing rejecting social attitudes do not obtain the help they cry for. Purpose This cross-cultural study investigated attitudes towards suicide and reactions to suicidal individuals, lay theories of suicide, beliefs in inheritance of risk factors for suicide, and attitudes towards seeking professional help. Method A questionnaire was used to collect data in a group of Austrians (n = 158), Polish migrants (n = 135) and Poles (n = 185). All of them where over 50 years old. Results Austrians had more liberal attitudes towards suicide, whereas those of Polish migrants were more rejecting. Conversely, attitudes of Polish migrants toward a suicidal friend were more accepting than those of Austrians. Poles showed rejecting attitudes towards suicide and rejecting attitudes towards a suicidal friend. There were significant differences in the lay theories of suicide between the three groups. Polish migrants and Poles scored lower on the Beliefs in the Inheritance of Risk Factors Suicide Scale. Analyses indicated that positive attitudes towards seeking professional psychological help were similar for Austrian people and Polish migrants. Polish had the lowest scores. Although religion was not a significant predictor for a positive psychological help seeking behavior, education was a significant predictor in the Austrian group, sex and education in the Polish group. Conclusion The stigma hypothesis could be confirmed for Austrians and for Polish immigrants, but not for the Polish group. Possible reasons and implications for future research are discussed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Attitudes suicide religion
Schlagwörter
(Deutsch)
Einstellung Suizid Religion
Autor*innen
Karin Kadluczka
Haupttitel (Deutsch)
Einstellungen zu Suizid, Religiosität und Health Beliefs
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein interkultureller Vergleich zwischen ÖsterreicherInnen, PolInnen und polnischen ImmigrantInnen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
87 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Voracek
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
71 Soziologie > 71.02 Theorie der Soziologie ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung
AC Nummer
AC09429135
Utheses ID
17368
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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