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Die Entwicklung der Juristenausbildung und der juristischen Berufsprüfungen in Österreich seit dem 18. Jahrhundert
Arthur Rasse
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christian Neschwara
DOI
10.25365/thesis.19455
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29478.13435.397065-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Dissertation befasst sich mit der Juristenausbildung und deren Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert. Im Blickfeld stehen hierbei die universitäre und die berufliche Ausbildung. Nach der Krönung Maria Theresias und dem darauf folgenden Erbfolgekrieg von 1740 – 1748 zeigte sich, dass eine Umstrukturierung des Staates dringend von Nöten war. Durch einen zentralverwalteten Staat sollte die Macht des Staates nach innen und außen abgesichert werden. Für dieses Vorhaben brauchte es gut ausgebildete Staatsdiener in der Verwaltung, im Richteramt, aber auch in der Anwaltschaft und im Notariat.
Bedingt durch die Revolution 1848 und die damit einhergehende Schaffung einheitlicher Gesetze und Verordnungen mussten sich Juristen in Justiz und Verwaltung an die neuen Gegebenheiten anpassen. Alle Reformen waren jedoch provisorisch und wichen bald der Ära des Neoabsolutismus.
Erst mit der Verfassung 1867 blühten die Errungenschaften von 1848 langsam wieder auf. Sowohl die Staatsorganisation, als auch die Aus- und Fortbildung von Juristen änderte sich wesentlich. Aber auch Gesetze und Instanzenzüge bei Gericht wurden reformiert. Einzig das Bestreben nach einer einheitlichen Justizprüfung für Richter, Anwälte und Notare blieb unerfüllt.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Ausrufung der Republik Österreich setzte sich die Änderung in der Juristenaus- und Fortbildung weiter fort. Eine Reihe von schnellen Änderungen und Wechseln der Ausbildung, angepaßt an die jeweiligen politischen Systeme, kennzeichnete die „Zwischenkriegszeit“, den „Anschluss“ und die neuerliche Unabhängigkeit Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with the development of legal education and training at the university and on professional level since the 18th Century. Maria Theresias accession was followed by wars (1740 to 1748) that clearly showed the deficits of state organisation. It was necessary to reorganize the empire, to establish a centralized administration and bureaucracy. For this purpose well-trained and loyal public servants were needed. Lawyers should be installed in the civil service, as well as in administration and in the core judicial affairs, especially as judges, attorneys and notaries. The last profession can be regarded as semi-public.
The revolution of 1848 marks a turning point for civil service and all legal matters. Judiciary and administration were characterized by new unified laws, regulations and political changes. However, the reforms were only provisional and were soon replaced in an era of neo-absolutism.
The new constitution of 1867 recovered the achievements of 1848. Changing state organization, requirements, education and training of lawyers were altered, too. Court system and many laws were reformed. But the requests for a common judicial exam for all legal professions were not satisfied.
By the end of World War I and the proclamation of the Republic of Austria the transformation of legal education continued. We see a rapid succession of changes in the "interwar period", the "Anschluss" and Austria’s regained independence after the war. The last chapter of this thesis is devoted to that period.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Juristenausbildung Berufsprüfung Richter Anwalt Notar
Autor*innen
Arthur Rasse
Haupttitel (Deutsch)
Die Entwicklung der Juristenausbildung und der juristischen Berufsprüfungen in Österreich seit dem 18. Jahrhundert
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
218
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Christian Neschwara ,
Bernhard Raschauer
Klassifikation
86 Recht > 86.09 Rechtsgeschichte
AC Nummer
AC09345889
Utheses ID
17412
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
