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Geschlechtstypisches Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern
Theres Kranner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Marco Jirasko
DOI
10.25365/thesis.19617
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30314.01187.989854-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Entstehung und Entwicklung von Interesse besonders in Bezug auf den Unterricht ist gut erforscht und zeichnet einen stetigen Rückgang des Interesses im Laufe der Schulzeit eines Schülers ab. Zudem zeigen sich auch deutliche Geschlechtsunterschiede sowohl in Bezug auf die Interessen, als auch auf das Fähigkeitsselbstkonzept der Schüler. Mathematik und naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer sind davon besonders betroffen. Aufbauend auf bisherigen Forschungsergebnissen war es das Ziel der Arbeit, die Interessen von Schülern an den Unterrichtsfächern in Bezug auf Geschlechtsunterschiede zu analysieren und Zusammenhänge zur Fähigkeitseinschätzung, zum Geschlechtsrollenbild sowie zum geschlechtsstereotypen Denken aufzudecken. Die Stichprobe hierfür bildeten 178 Schüler der 6. Schulstufe zweier Gymnasien, die zu zwei Erhebungszeitpunkten befragt wurden. Es nahmen insgesamt 57 % weibliche und 43 % männliche Schüler zwischen elf und dreizehn Jahren an der Untersuchung teil. Dabei schätzten die Schüler ihr Interesse und die Wichtigkeit für das weitere Leben der jeweiligen Unterrichtsfächer ein. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer zweimal um eine Erstellung eines Stundenplans nach individuellen Interessen gebeten. Dafür standen den Schülern einmal die bekannten Benennungen der Unterrichtsfächer zur Verfügung, ein anderes Mal handelte es sich um Beschreibungen derselben Unterrichtsfächer. Die Fähigkeitseinschätzung in allen Unterrichtsfächern, das Geschlechtsrollenbild, Geschlechtsstereotype im kognitiven Bereich, sowie die Geschlechtsrollenidentität wurden ebenfalls erhoben. Adaptierte Versionen der Neukonstruktion des Bem Sex-Role-Inventory sowie der Skala zur Messung der normativen Geschlechtsrollen-Orientierung und neu konstruierte Instrumente wurden vorgegeben. Während Geschlechtsunterschiede in Bezug auf das Interesse an den bekannten mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern mit einem höheren Interesse der Jungen evident werden, zeigen sich diese für die Fächerbeschreibungen nicht mehr. Innerhalb der Erstellung des Stundenplans zeigen sich hinsichtlich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer signifikante Geschlechtsunterschiede mit einem höheren Stundenausmaß der Jungen, sowie signifikante Unterschiede zwischen den Erhebungsformen, wobei Mädchen mithilfe der Fächerbeschreibungen mehr mathematisch-naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer wählen. Auch für die Fähigkeitseinschätzung, Geschlechtsstereotype im kognitiven Bereich, die Geschlechtsrollenorientierung und die Geschlechtsrollenidentität zeigen sich signifikante Geschlechtsunterschiede. Signifikante Zusammenhänge dieser Variablen zum Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern, dem Stundenausmaß im Stundenplan, sowie der Fähigkeitseinschätzung für beide Geschlechter konnten nachgewiesen werden. Zukünftige Forschung zum Interesse an den Unterrichtsfächern sollte verstärkt den Einfluss einer unterschiedlichen Darbietung dieser miteinbeziehen.
Abstract
(Englisch)
The onset and develoment of interests concerning education is well investigated and shows a constant decrease of interest in the course of the schooldays of a student. In addition research shows clear sex differences regarding both interests and the academic self-concept of the students. Therefrom especially maths and science are concerned. Based on previous research it is the aim of this diploma thesis, to analyse pupil's interests in school subjects concerning sex differences and to investigate additional connections to the academic self-concept, gender roles and gender-stereotyped thinking. 178 pupils of the sixth grade of two secondary schools, who were polled two times of survey, formed the sample. Altogether 57 % female pupils and 43 % male students between eleven and thirteen years participated in the investigation. In this study the pupils estimated their interest in the school subjects and the importance of these subjects for their further life. Besides the pupils were asked to create an individual time table depending on their interests. Therefore they once used the usual naming of the subjects, another time they had to use descriptions of these subjects without the usual naming. Furthermore data concerning the ability rating in all school subjects, gender-roles and gender-stereotyped thinking was collected. Adaptive versions of the newconstruction of the Bem Sex-Role-Inventory plus the scale for measuring the normative sex-role orientation and self-developed survey instruments were used. While there are clear sex-differences concerning the interest in science subjects with the usual naming with a higher interest of boys, there are no sex-differences regarding the description of science subjects. Within the creation of the timetables boys choose more science subjects using the subjects with the usual naming than girls, while girls select more science subjects using the description than using the subjects with the usual naming. Sex-differences also evidence in reference to the ability rating, gender-stereotyped thinking, gender-roles and gender-identity. Significant correlations of these variables could also be found with the interest in science subjects, the number of hours in the timetables and the ability-rating in science subjects for boys and girls. Future research concerning interest in school subjects should increased analyse the impact of the different presentation of school subjects.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
interest in school subjects maths and science sex-differences
Schlagwörter
(Deutsch)
Interesse mathematisch-naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer Geschlechtsunterschiede
Autor*innen
Theres Kranner
Haupttitel (Deutsch)
Geschlechtstypisches Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VII, 163 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marco Jirasko
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC09579345
Utheses ID
17491
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
