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Schatten werfen keine Schatten
zum Verhältnis von Phänomenologie und Film
Frank Fetzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Elisabeth Büttner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19624
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29333.24601.179663-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt den Zusammenhang zwischen der Phänomenologie Maurice Merleau-Pontys und dem Film in seiner Projektion. Zentral ist hier seine These, dass Wahrnehmung immer an ein Subjekt geknüpft ist. Dieser Argumentation folgend ist auch die filmische Wahrnehmung immer an die/den Zuschauer_in gebunden. Gleiches gilt für die Wahrnehmung der filmischen Welt durch die Kamera. Es wird untersucht, wie der Film sich als Subjekt denken lässt, wie der filmische Leib sich konstituiert. Mit dem von Vivian Sobchack formulierten Konzept vom Film als Leib wird gefragt, ob es möglich ist, die phänomenologische Grenze zu überwinden, die zwischen Filmwirklichkeit und „wirklicher“ Wirklichkeit klafft und auf diese Weise zu einer Filmerfahrung zu gelangen, die mehr ist als vermeintlich bloßes Sehen. In der Verknüpfung von Zuschauer_in und Film im filmischen Leib ist es der/dem Zuschauer_in möglich, etwa die Bewegungen des Films „am eigenen Leib“ zu erfahren, Furcht vor den Dingen der filmischen Welt zu empfinden, oder die Rauheit einer gefilmten Mauer an den eigenen Fingerspitzen zu spüren. Auf diese Weise lässt sich der filmische Leib tatsächlich als Subjekt denken, dem trotz der Dominanz der Visualität letztendlich das komplette Sensorium des menschlichen Leibes zu Verfügung steht.
Abstract
(Englisch)
The present work makes use of the phenomenology of Maurice Merleau-Ponty to come to a comprehension of film as lived-body. Central is his thesis, that perception is always based on a subject. Considering that the cinematic perception is based on a subject as well. The same applies to the perception of the world through the camera. It is asked how the film can be thought of as a subject similar to the human. Employing the concept of film as lived-body provided by Vivian Sobchack, it is asked whether it is possible to overcome the phenomenological boundary gaping between camera-reality and spectator-reality and to regard movie experience as more than supposedly mere vision. The relation of film and and spectator in the film experience enables the viewer to learn about the movements of the film "firsthand", to experience fear of the cinematic world, or to feel the roughness of a filmed wall at her/his own fingertips. In this manner, the film actually can be thought as subject, as lived-body. Despite the dominance of visuality in the film experience the whole sensorium available to the human body is available to the lived-body of the film as well.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Phenomenology Maurice Merleau-Ponty Vivian Sobchack Film Theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Phänomenologie Maurice Merleau-Ponty Vivian Sobchack Filmtheorie
Autor*innen
Frank Fetzer
Haupttitel (Deutsch)
Schatten werfen keine Schatten
Hauptuntertitel (Deutsch)
zum Verhältnis von Phänomenologie und Film
Paralleltitel (Englisch)
Shadows Do Not Cast Shadows
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
92 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Büttner
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges ,
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines ,
24 Theater > 24.31 Systematische Filmwissenschaft
AC Nummer
AC10757452
Utheses ID
17498
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1