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Vergegenwärtigte Vergangenheit im Spielfilm
eine Analyse der Darstellung von Erinnerung in den Filmen "L´année dernière à Marienbad" und "Eternal sunshine of the spotless mind" anhand der Theorien von Henri Bergson
Christoph Hornak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Elisabeth Büttner
DOI
10.25365/thesis.19650
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29415.96534.215766-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Film hat eine sehr spezielle Beziehung zu den beiden Begriffen Vergangenheit und Erinnerung: Schon aus der Logik seiner Technik heraus hat er keine andere Wahl, als Bilder der Vergangenheit wiederzugeben - auch wenn sie in der Diegese gegenwärtig oder zukünftig sind, sind sie dennoch vor der Vorführung aufgezeichnet. Dieser Umstand prädestiniert den Film als Erinnerungsmedium; denn nichts anderes geschieht, wenn man versucht, sich an etwas zu erinnern: man löst sich von der gegenwärtigen Wahrnehmung und versetzt sich in die Vergangenheit.
Diese Arbeit behandelt nicht Vergangenheit oder Erinnerung an sich, sondern deren Vergegenwärtigung. Das soll bedeuten, dass in den präsentierten Beispielen die Protagonisten sich nicht nur in Form von Bildern an Vergangenes erinnern; sie aktualisieren Abschnitte ihres früheren Lebens in einem solchen Ausmaß, so dass sie als ihr gegenwärtiges Selbst sich in diesen befinden.
L’ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD und ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS wurden ausgewählt, da sie die stringentesten Beispiele für eine audiovisuelle Darstellung von aktualisierter Vergangenheit sind. In beiden erinnern sich die Protagonisten nicht nur an vergangene Momente, sondern befinden sich tatsächlich wieder in ihnen. Das heißt, dass sie sich aus der Gegenwart in die Vergangenheit zurückversetzen und diese für die Dauer des Films ihre Gegenwart wird. Sie erinnern sich nicht zurück, um, wie es üblicherweise der Fall ist, aus der Vergangenheit für die Gegenwart zu schöpfen, um in die Zukunft zu gelangen. Ihr ganzes Interesse ist auf die Vergangenheit selbst gerichtet, um sie noch einmal zu erleben, etwas in ihr zu ändern oder sie vor dem Vergessen zu retten.
Doch auch wenn diese beiden Beispiele in ihrer Grundessenz sehr ähnlich sind, so gibt es bei der Umsetzung und der Darstellung grundlegende Unterschiede, wie zum Beispiel in Erzählstruktur oder auch Montage.
Henri Bergsons ‚Materie und Gedächtnis’ wurde als theoretisches Fundament gewählt, da es die grundsätzlichen Bedingungen des Erinnerns beleuchtet und in den Beschreibungen von Extremfällen des Gedächtnisses sehr den in den ausgewählten Filmen präsentierten Fällen entspricht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Erinnerung Bergson Gondry Resnais Vergegenwärtigung
Autor*innen
Christoph Hornak
Haupttitel (Deutsch)
Vergegenwärtigte Vergangenheit im Spielfilm
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der Darstellung von Erinnerung in den Filmen "L´année dernière à Marienbad" und "Eternal sunshine of the spotless mind" anhand der Theorien von Henri Bergson
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
85 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Büttner
Klassifikation
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC10757344
Utheses ID
17524
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
