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Plato on reification and intellectual property
Odin Kröger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Herbert Hrachovec
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19656
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30418.63142.377654-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Software-Patenten wird gemeinhin nachgesagt, sie wären unscharf, kontextsensitiv und würden selbst für triviale Erfindungen gewährt. Diese Mängel werden in der Regel auf die Abstraktheit von Software zurückgeführt – ohne tiefergehende Analyse; eine solche Ana- lyse soll die vorliegende Arbeit anbieten, in Rückgriff auf Platons Parmenides. Der Parmenides umfasst nicht nur Paradoxien die dann auftreten wenn Ideen, im platonischen Sinne, als Einzeldinge aufgefasst werden, sondern enthält auch Hinweise, die uns helfen können, Wissen über Algorithmen besser zu begreifen. Von diesem Ausgangspunkt aus verteidigt der erste Teil der vorliegenden Arbeit die These, dass der Parmenides eine Ana- lyse der Verdinglichung der Ideen enthält, die dann im zweiten Teil auf Software-Patente angewendet wird. Was der Parmenides uns zeigen kann, ist dass (1:) uns Software-Patente deswegen schlüpfrig erscheinen könnten, weil Gerichte dazu tendieren Algorithmen als Einzeldinge zu behandeln und (2:) dass die Unterscheidungen zwischen gewöhnlicher Prädikation und kategorischer Prädikation einerseits und propositionalem Wissen und Kompetenz andererseits dabei hilfreich sein könnten Software-Patente genauer zu formulieren und die Grenzen ihrer Kodifizierung aufzuzeigen. Die Resultate dieser Arbeit legen nahe, dass Gerichte sich bei der Beurteilung von Software-Patent-Streitfällen in einer prekären Lage befinden, setzt doch ihr üblicher Modus Operandi, die Transformation von Beweismaterial in Urteile, in gewisser Weise voraus, dass sich Beweismaterial kontextunabhängig und normativ belastbar beschreiben und vor allem kategorisieren lässt – weder das eine noch das andere ist jedoch für abstrakte Objekte zu bewerkstelligen, die verdinglicht wurden – oder, genauer gesagt, indem sie verdinglicht werden.
Abstract
(Englisch)
Software patents are often criticised for being fuzzy, context-sensitive and often granted for trivial inventions. More often than not, these shortcomings are said to be caused by the abstract nature of software with no further analysis offered. Drawing on Plato’s Parmen- ides my thesis offers a more nuanced approach. The Parmenides encompasses not only paradoxes that obtain when abstractions are treated as objects, but also provides hints that may aid us in conceptualising our knowledge of algorithms. Taking this as a starting point, the first part of this thesis defends the claim that the Parmenides can be read as an analysis of reification that applies to Plato’s own middle period theory of forms, and the second part applies this analysis to software patents. What the Parmenides may teach us is that (1:) software patents may strike us as elusive because courts tend to treat algorithms as ob- jects, and (2:) that the distinctions between ordinary predication and tree predication on the one hand and between know-how and know-that on the other hand may be useful for con- ceptualising software patents and outlining the limits of their codification. The findings of this thesis indicate that courts are ill-equipped to handle software patents, simply because they operate by transforming evidence into judgements. This mode of operation presumes that the evidence can be described and, above all, categorised in a way that is context-in- dependent and normatively forceful, neither of which, however, can be done for abstract objects that have been reified, or, rather, done by reifying them.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Plato Parmenides reification intellectual property software patents
Schlagwörter
(Deutsch)
Platon Parmenides Verdinglichung Geistiges Eigentum Software Patente
Autor*innen
Odin Kröger
Haupttitel (Englisch)
Plato on reification and intellectual property
Paralleltitel (Deutsch)
Platon über Verdinglichung und Geistiges Eigentum
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
111 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Herbert Hrachovec
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.21 Griechische Philosophie, römische Philosophie ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik, Ontologie
AC Nummer
AC09422805
Utheses ID
17530
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
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