Detailansicht

Zur Tauglichkeit von Gold-Sternlicht
der Tugendbegriff im Spätwerk Friedrich Nietzsches
Lukas Schmutzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Arno Böhler
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19707
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29255.54248.421162-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Friedrich Nietzsche wurde als Analytiker des Nihilismus, als Verkünder von Gottes Tod oder als Theoretiker des Willens zur Macht rezipiert. Dies prägt das Bild eines kompromisslosen Philosophen, der die Werte der abendländischen Kultur nicht nur hinterfragt, sondern sie darüber hinaus umwirft und hinter sich zurücklässt. Vermag aber die Härte, die Nietzsche all seinen Problemen entgegenbringt, auch neue Werte zu stiften? Seine Tugendethik kann in diesem Sinne nach ihrer Herkunft und ihren Zielsetzungen befragt werden. Nietzsche besinnt sich auf die antike Bedeutung des Tugendbegriffes, wenn er diesen nicht einer moralischen Vortrefflichkeit, sondern einer Tüchtigkeit verschreibt, die zum Sieg verhilft. In diesem Zusammenhang ist nicht nur zu erörtern, wie eine Tugend solche siegreichen Kräfte hervorbringen kann, sondern auch, wie eine solche Tugend selbst gebildet wird. Modell steht hierfür Pindars Ziehspruch „Werde, der du bist!“, der eine Tugend idealisiert und im selben Akt zu ihrer Verwirklichung auffordert. Zugleich wird darin im Lichte von Nietzsches Philosophie die Lehre einer ewigen Wiederkunft reflektiert, woraus Nietzsche in seiner letzten Schrift „Ecce homo“ radikale Konsequenzen zieht.
Abstract
(Englisch)
Friedrich Nietzsche is received as the analyst of nihilism, as the enunciator of God’s death or as the theorist of the will to power. All these conceptions have led to an image of a radical philosopher, who does not only question the values of occidental culture, but who also overthrows them. Nietzsche’s severity, however, might also generate new values beyond his destructive acts. In this respect, his virtue ethics can be analysed regarding their origins and goals. Nietzsche refers to the ancient meaning of virtue by considering this notion not as a moral excellence, but as a competence leading to victory. In this context, it is important to discuss how a virtue can generate such conquering forces as well as how a virtue itself can be developed. In reference to the latter, Pindar’s phrase „Become, who you are!“ serves as a model. It idealizes a virtue and requests to achieve it at the same time. In connection to the philosophy of Nietzsche, this phrase also reflects the teaching of the eternal return of the same. In his last work, „Ecce homo“, Nietzsche draws radical consequences in regard to this concept.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Nietzsche Virtue Nihilism Becoming Recurrence Body
Schlagwörter
(Deutsch)
Nietzsche Tugend Nihilismus Werden Wiederkehr Lebenskunst Leibphilosophie
Autor*innen
Lukas Schmutzer
Haupttitel (Deutsch)
Zur Tauglichkeit von Gold-Sternlicht
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Tugendbegriff im Spätwerk Friedrich Nietzsches
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
119 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.34 Sprachphilosophie ,
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC09350836
Utheses ID
17581
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1