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Materialität des Körpers
gedacht nach Judith Butler und Donna Haraway
Ulrike Prielinger-Pokieser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Silvia Stoller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19708
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30383.88284.757461-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit setzt sich aus feministischer und wissenschaftstheoretischer Sicht mit der Materialität des menschlichen Körpers und seiner Geschlechtlichkeit auseinander. Ziel der Arbeit ist es, ein Feld für alternative Denkfiguren zu öffnen, das den in der alltagsweltlichen Praxis vorherrschenden biologischen Deutungsmustern andere Möglichkeiten der Wahrnehmung bietet. Dies geschieht vor allem mithilfe von Judith Butlers genealogischer Analysen und Donna Haraways Wissenschaftskritik. Die Bezugnahme auf Butler und Haraway veranschaulicht, dass die tradierte Vorstellung vom Körper und das assoziierte biologische Geschlecht immer mit Konstruktionsprozessen verbunden sind. Butler analysiert die Naturhaftigkeit des Geschlechts-Körpers als diskursiven und performativ hervorgebrachten Machteffekt, stellt dessen Vorgängigkeit und Ahistorizität fruchtbar in Frage und zeigt, dass dem als axiomatisch aufgefassten geschlechtlichen Körper immer schon ein kultur-, sprach- und machtspezifisches Wahrnehmungsmuster vorausgeht. Haraways Arbeiten legen zudem dar, dass wissenschaftliche Aussagen den Anspruch auf Objektivität im Sinne einer unabhängigen Beschreibbarkeit nicht erfüllen, da die Wissensproduktion von gesellschaftlichen und subjektiven Herangehensweisen geprägt ist. In ihrem Konzept des situierten Wissens plädiert sie daher für eine Offenlegung genau dieser Partikularität und Körperlichkeit. Mit ihrer Neuinterpretation des Akteurstatus in der Wissensproduktion wird das traditionelle Subjekt-Objekt-Verhältnis aufgebrochen. Des Weiteren veranschaulicht Haraway anhand ihres Modells des Cyborgs, dass herkömmliche Grenzlinien zwischen Dichotomien wie Natur und Kultur nicht mehr weiter aufrechterhalten werden können. Judith Butler und Donna Haraway machen sichtbar, dass Körper keineswegs eindeutig und widerspruchsfrei erfassbar sind. Dies betrifft sowohl den Wissenschaftsbetrieb als auch den von diesen geprägten alltagsweltlichen Blick auf den Körper. Meine These ist, dass diese Uneindeutigkeiten und konkurrierenden Auffassungen vom Körper jedoch dazu beitragen können, diesen aus der Platzanweiserfunktion innerhalb der Gesellschaft zu befreien.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Körper Materialität Judith Butler Donna Haraway feministische Philosophie
Autor*innen
Ulrike Prielinger-Pokieser
Haupttitel (Deutsch)
Materialität des Körpers
Hauptuntertitel (Deutsch)
gedacht nach Judith Butler und Donna Haraway
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Silvia Stoller
Klassifikation
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie
AC Nummer
AC09037044
Utheses ID
17582
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
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