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Michel Foucault
Wahnsinn und psychiatrische Macht
Christoph Reichel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Klaus Puhl
DOI
10.25365/thesis.19741
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29086.36191.750053-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beginnt mit einem Hinweis auf die Vorlesung Die Macht der Psychiatrie, wo Foucault dort anknüpft, wo seine erste große Veröffentlichung, Wahnsinn und Gesellschaft, endet: bei der Entstehung der Psychiatrie und der damit verbundenen Medizini-sierung des Wahnsinns zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Diese beiden Arbeiten Foucaults bil-den den Rahmen für diese Diplomarbeit und werden einander gegenübergestellt. Darüber hin-aus wird ausgehend von Wahnsinn und Gesellschaft der Versuch unternommen, die wichtigs-ten Etappen im Schaffen und Denken Foucaults nachzuvollziehen, die zwischen seiner Ge-schichte des Wahnsinns von 1961 und jener Vorlesung von 1973/ 74 liegen. Dies ist erforder-lich, da die Vorlesung Die Macht der Psychiatrie nicht bloß eine Fortsetzung bzw. eine Vor-bereitung für eine Fortsetzung von Wahnsinn und Gesellschaft darstellt, sondern auch das Ergebnis zumindest einer Perspektivenverschiebung in den Untersuchungen Foucaults ist. Gemeint ist die Hinwendung zum Thema „Macht“, das zwar schon in Wahnsinn und Gesell-schaft eine Rolle spielt, aber erst in den siebziger Jahren explizit zum Gegenstand der Analyse wird. Eng verbunden mit dieser Perspektivenverschiebung ist Foucaults Wechsel der Methode seines historischen Philosophierens. Zunächst bezeichnet Foucault in Wahnsinn und Gesell-schaft seine Methode der Geschichtsschreibung eher beiläufig als Archäologie, präzisiert die-sen Begriff aber in den folgenden Werken und lässt ihn, unmittelbar nachdem er der archäo-logischen Methode ein eigenes Buch gewidmet hat, in den Hintergrund treten. Ab den frühen siebziger Jahren wird in methodischer Hinsicht der von Nietzsche übernommene Begriff der Genealogie dominant. Dieser Begriff ist allerdings nicht ohne machttheoretische Überlegun-gen zu haben. Inwiefern Foucault das Thema „Macht“ erst für sich „entdeckt“ und welche Modifikationen er an seinem Verständnis von Macht vornimmt, soll in dieser Diplomarbeit in Bezug zum Thema „Wahnsinn“ dargestellt werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Foucault Wahnsinn
Autor*innen
Christoph Reichel
Haupttitel (Deutsch)
Michel Foucault
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wahnsinn und psychiatrische Macht
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Puhl
Klassifikation
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie
AC Nummer
AC09397124
Utheses ID
17615
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
