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Die Philosophie des Zen und das Werk von John Cage
Markus Michael Bruckner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Franz Martin Wimmer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.2108
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29587.14135.105763-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit thematisiert das Verhältnis des künstlerischen Schaffens von John Cage zur Philosophie des Zen. Allerdings lässt diese Beziehung sich nicht auf eine Formel wie "Cages Kunst = Zen-Kunst" reduzieren, vielmehr geht es darum, über Cages Werk Korrelationen mit Prinzipien des Zen aufzuzeigen. Im ersten Teil der Arbeit wird dafür die Geschichte des Zen (chin.: Chan), vor allem hinsichtlich seiner Wurzeln in der chinesischen aber auch in der indischen Tradition, untersucht, wobei diese keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben will und kann. Die Auswahl der Quellen erfolgte nicht zuletzt in Anbetracht der Zen-Rezeption durch John Cage und versucht deutlich zu machen, dass festgelegte, strenge formale Regeln, wie sie heute beispielsweise in der japanischen Soto-Linie zur Anwendung kommen, nicht notwendigerweise in den Anfängen, an der Basis des chinesischen Chan formuliert wurden. Bei Huang-po etwa finden sich an zahlreichen Stellen Hinweise darauf, keiner bestimmten Praxis anzuhängen und die Existenz nicht der Suche nach Erleuchtung zu widmen; ganz im Gegenteil liegt die Möglichkeit absoluter innerer Einsicht (Satori) in den alltäglichen Dingen, in der Erfahrung, im Sein. Der zweite Teil der Arbeit gibt zunächst einen groben Überblick über Leben und Werk von John Cage, wobei anhand seiner Biografie schon die Verbindungslinien zu Zen gezogen werden. Der Einfluss von Zen auf Cages Kunst wird dann an relevanten Strategien verdeutlicht: Zufall und Unbestimmtheit als Methode, die Stille als Grundlegung künstlerischer Produktion und Rezeption. Daraus entwickelt Cage einen Werkbegriff, der die Aufführung als oberstes Prinzip ansetzt: In der Aufführung erst realisiert sich ein Stück, nicht nur weil die Noten zu Klängen werden, sondern weil die Aufführung eine soziale Situation begründet, die weit über notierbare konzeptuelle Vorgaben hinausgeht. In dieser Erfahrung einer komplexen Situation mit unbestimmtem Ausgang liegt das Wesen von Cages Kunst und gleichzeitig die Möglichkeit, das Leben auszuprobieren, wie Cage sagt. In ihrer erkenntnishaften Dimension von Erfahrung treffen Zen und die Kunst von John Cage aufeinander: Wo Cage in seiner Kunst versucht, die Wahrnehmung auf ein offenes Gewahrsein hin aufzubrechen, sie von allen Gewohnheiten und Vorlieben zu befreien, wird die Existenz an sich anvisiert. Der Umgang mit der Existenz ist es auch, der Anfang und Ende von Zen darstellt: Nur die Erfahrung, dem Zukommenden in Unvoreingenommenheit entgegenzutreten, besitzt den Charakter von Erkenntnis, die jedoch nicht in Worte gefasst werden kann. Zen|Cage. Am Ende bleibt beiden die Stille.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Philosophie Zen Cage Ästhetik Kunst Musik
Autor*innen
Markus Michael Bruckner
Haupttitel (Deutsch)
Die Philosophie des Zen und das Werk von John Cage
Paralleltitel (Englisch)
The philosophy of zen and the work of John Cage
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
87 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Martin Wimmer
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.10 Nichtwestliche Philosophie: Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.41 Ästhetik ,
24 Theater > 24.98 Musik: Sonstiges
AC Nummer
AC07111712
Utheses ID
1762
Studienkennzahl
UA | 296 | 301 | |
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