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Untersuchung zur Abschätzung der Rolle der sozialen Erwünschtheit in Ernährungserhebungen
Anna Rokop
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Ibrahim Elmadfa
DOI
10.25365/thesis.19838
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29619.07891.839355-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der SD bei Verzehrserhebungen. Hierfür wurde ein FFQ zur Verzehrshäufigkeit von Obst und Gemüse verwendet, da bereits in anderen Studien ein Overreporting von Obst und Gemüse aufgrund SD nachgewiesen wurde [MILLER et al., 2008]. Die Umfrage wurde von 14. Mai bis 28. Juni 2010 bei MitarbeiterInnen des Wilhelminenspitals in Wien durchgeführt. Es wurden zwei Methoden der SD-Kontrolle getestet. Die TeilnehmerInnen (n = 345) wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhielt eine Zusatzinstruktion (n = 187), die die SD-Tendenz senken sollte, die andere fungierte als Kontrollgruppe (n = 158). Weiters enthielt der Internet-Fragebogen eine Übersetzung der SDF-Skala von WORSLEY et al. [1984], die die persönliche SD-Tendenz der TeilnehmerInnen messen sollte, was die Möglichkeit eines Ausschlusses von Personen mit hoher SD-Tendenz eröffnet.
Die Zusatzinstruktion, entwickelt in Anlehnung an HOETH und KÖBLER [1967], zeigte keinen signifikanten Effekt auf den FFQ als Ganzes. Der Einfluss auf einzelne Items des FFQ dürfte unterschiedlich stark sein und war nur bei „Fruchtsaft“ und „grüner Salat“ signifikant (p ≤ 0,05). Jedoch weist die Zusatzinstruktion auf die Möglichkeit der „Beschönigung“ der Antworten hin und dürfte so die Korrelation zwischen dem SDF-Score und den Verzehrsangaben verstärkt haben, was kontraproduktiv ist. Bezüglich des Einsatzes von Zusatzinstruktionen beim FFQ zur SD-Reduktion wären weitere Untersuchungen sinnvoll.
Es konnten hoch- bzw. höchstsignifikante (p ≤ 0,01 bzw. p ≤ 0,001) Zusammenhänge zwischen den Häufigkeitsangaben im FFQ und dem SDF-Score gefunden werden. Es dürfte ein Overreporting aufgrund SD stattgefunden haben, das anhand des SDF-Scores gemessen wurde. Die SDF-Skala dürfte sich sehr gut als Messinstrument für die Antworttendenz eignen. Die SD-Tendenz war bei den einzelnen Items des FFQ unterschiedlich hoch. Aufgrund der Post Hoc Tests erscheint es sinnvoll Personen mit einem SDF-Score ≥ 10 von der Auswertung auszuschließen. Da die Personenanzahl in dieser Gruppe gering war, wirkte sich dies nur geringfügig auf das Gesamtergebnis aus. Die Verzehrsangaben dieser Gruppe unterschieden sich jedoch deutlich von den Angaben der Personen mit einem SDF-Score ≤ 9. Eine generelle Umsetzung dieser Maßnahme ist überlegenswert. Weitere Untersuchungen wären jedoch zuvor notwendig, insbesondere da das Antwortverhalten bzgl. SD von verschiedenen Faktoren abhängig ist, die zwischen den einzelnen Untersuchungen variieren. Die Entwicklung eines neuen SD-Scores für Verzehrserhebungen, der mehr dem Zeitgeist entspricht, wäre vielversprechend.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Verzehrserhebung Soziale Erwünschtheit FFQ
Autor*innen
Anna Rokop
Haupttitel (Deutsch)
Untersuchung zur Abschätzung der Rolle der sozialen Erwünschtheit in Ernährungserhebungen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
XVII, 142, XXIV S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ibrahim Elmadfa
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC09047880
Utheses ID
17712
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
