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Ein tibetischer Thangka mit der Darstellung des Wunders von Śrāvastī im Museum für Angewandte Kunst Wien
Karina Voller-Desits
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Deborah Klimburg-Salter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.2122
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30308.92182.364066-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der hier bearbeitete Thangka befindet sich heute als Einzelstück im Museum für Angewandte Kunst in Wien. Ziel meiner Arbeit war es, eine Entschlüsselung und Deutung der Schriftzeichen auf der Rückseite des Thangkas zu unternehmen. Weiters lag ein zentrales Augenmerk auf einer genauen Identifikation des Bildinhalts anhand vorhandener Texttraditionen, die ihrerseits mögliche Hinweise auf chronologische oder geographische Einordnung des Thangkas gaben. Dabei versuchte ich mich auf Textquellen unterschiedlicher Traditionen zu beziehen, die mir in Übersetzungen aus dem Englischen, Französischen und dem Deutschen zur Verfügung standen. Anhand der ikonographischen Deutung sollte aber auch der Kontext, aus dem das Rollbild stammen könnte, beleuchtet werden. Ist der Thangka als Einzelobjekt zu sehen oder konnte er einer möglicherweise nicht mehr existenten Serie zugeordnet werden? Welchen Platz und Stellenwert nahm es hierbei ein? Eine Untersuchung der stilistischen Charakteristika, wie die Darstellung von Figuren und Landschaft sowie Linienführung und Farbgebung, ebenso wie diesbezüglich komparative Analysen zu verwandten Thangkas komplettieren die Einordnungsversuche. Zusammenfassend ließ sich feststellen, dass der Thangka aus dem Museum für Angewandte Kunst in Wien ein besonderes Beispiel für eine stark den schriftlichen Quellen folgende Malerei darstellt. Der Künstler war offenbar sehr vertraut mit textlichen Vorbildern zum Wunder von Śrāvastī, denen er in der Illustration der einzelnen Szenen akribisch folgte. Es konnte beobachtet werden, dass obwohl das Divyāvadāna als Sanskritquelle ein mögliches Vorbild für den Thangka gewesen sein könnte die chinesischen Quellen, vor allem das Ken-pen-shuo-i-ch’ieh-yu-pu-pi-nai-yeh tsa-shih sich als direkte Vorlagen besser geeignet herausgestellt haben. Der Künstler hatte größtmögliches Augenmerk auf eine detailgetreue Umsetzung des Erzählstoffes gelegt. Es wurde weiters die Erzählstruktur des Thangkas analysiert, die oftmals nur wesentliche Aspekte, meist die Schlussszenen einer Geschichte, verbildlichte und die Geschehnisse davor nur impliziert wurden. Vom Betrachter wurde vorausgesetzt, dass ihm die Quellen und Geschichten bekannt waren, so dass er die Szenen mühelos entschlüsseln konnte.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kunstgeschichte außereuropäisch Tibet Malerei Thangka
Autor*innen
Karina Voller-Desits
Haupttitel (Deutsch)
Ein tibetischer Thangka mit der Darstellung des Wunders von Śrāvastī im Museum für Angewandte Kunst Wien
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
109 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Deborah Klimburg-Salter
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.13 Kunstausstellung
AC Nummer
AC07090183
Utheses ID
1776
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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