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Irreguläre Migration von El Salvador in die USA
Ausdruck der Politik eines "failing state"?
Judith Kutnjak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Gernot Stimmer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20009
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30117.13732.493253-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die irregulären Emigrationsbewegungen von El Salvador in die Vereinigten Staaten haben gegenwärtig ihren Höhepunkt erreicht. Im Jahr 2010 lebte bereits 1/3 der salvadorianischen Bevölkerung im Ausland, davon die Mehrheit (mit über 90%) in den USA. Derzeit kann von ca. 500-700 SalvadorianerInnen ausgegangen werden, die sich täglich irregulär auf dem Landweg in den El Norte (USA) begeben. Zur Realisierung des amerikanischen Traumes müssen die irregulären EmigrantInnen einen langen Weg auf sich nehmen, der für viele zum Verhängnis wird und einem Todesurteil gleicht. Denn die Route der MigrantInnen hat sich innerhalb der letzten Dekade zu einem Schauplatz der Gewalt transformiert. Trotzdem ist für viele SalvadorianerInnen die irreguläre Emigration, die einzige Alternative, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Ziel der Arbeit ist es die irreguläre Emigration von El Salvador in die USA im Kontext der failing-state Politik des salvadorianischen Staates zu untersuchen. Zum Einstieg in das Thema der irregulären Emigration, aber auch zur Klärung der Migrationsmotive und der Ursachen der Reproduktion der irregulären Emigrationsströme innerhalb der letzten Dekaden, bot sich der Rückgriff auf jüngere migrationstheoretische Ansätze, wie der Netzwerktheorie und der Transnationalismusperspektive, an. Die Erweiterung der migrationsthereotischen Analyse, um failed-state Konzeptionen sollte offene Fragen, die sich mit der Rolle des Staates, in Hinblick auf die stetig ansteigenden irregulären Emigrationsströme, klären. Es wurde davon ausgegangen, dass das Scheitern des salvadorianischen Staates, im Transnationalisierungsprozess der salvadorianischen Gesellschaft eine wesentliche Rolle spielt und maßgeblich zur Reproduktion irregulärer Emigration beiträgt. Die nähere Betrachtung der Gewährleistung der 3.Kernfunktionen stabiler Staatlichkeit (1.Sicherheit, 2. Wohlfahrt, 3.Rechtsstaatlichkeit/Legitimität) ergab, dass der salvadorianische Staat bei dessen Erfüllung deutliche Mängel und ein partielles Versagen aufweist und die irreguläre Emigration forciert. Durch die abschließende Einflechtung qualitativ durchgeführter Interviews mit MigrantInnen, zivilgesellschaftlichen AkteurInnen und einem Schlepper, wurde die schwache Staatlichkeit El Salvadors untermauert. Die Forschung ergab, dass die irreguläre Emigration von El Salvador in die USA Ausdruck der Politik eines failing-state ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Irreguläre Migration El Salvador USA failing state
Autor*innen
Judith Kutnjak
Haupttitel (Deutsch)
Irreguläre Migration von El Salvador in die USA
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ausdruck der Politik eines "failing state"?
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
185 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gernot Stimmer
Klassifikation
89 Politologie > 89.42 Staat und Bürger
AC Nummer
AC09043615
Utheses ID
17883
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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