Detailansicht

In vitro Kultivierung von Leontopodium alpinum Cass.
Kristina Ondratschek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Brigitte Kopp
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20119
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29165.62344.853059-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Edelweiß (Leontopodium alpinum [Cass.]) wird in der Volksmedizin bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Neben unterschiedlichen, schon länger bekannten Inhaltsstoffen wurde 2003 aus den Wurzeln das Lignan Leoligin isoliert, welches unter anderem antiinflammatorische Eigenschaften besitzt und zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen Verwendung finden könnte. Diese Verbindung liegt jedoch nur in sehr geringen Konzentrationen vor. Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit sollten „hairy roots“ des Edelweiß etabliert werden. Diese transformierten Wurzeln könnten möglicherweise größere Mengen an Leoligin oder auch ähnliche, in der natürlichen Wurzel nicht vorkommende Strukturen bilden. Dazu wurden zunächst Samen des Edelweiß unter sterilen Bedingungen gekeimt. Eine Vorbehandlung mit Gibberellinsäure zur Verbesserung der Keimrate zeigte je nach verwendeter Samencharge eine hemmende oder eine fördernde Wirkung auf die Keimung. In weiterer Folge wurden auf Wuchsstoff-hältigem Nährmedium Klonlinien etabliert, welche mit drei Wildstämmen von Agrobacterium rhizogenes (ATCC15834, LBA9402 und TR105) infiziert wurden. Die Ausbildung von „hairy roots“ konnte durchschnittlich nach vier Wochen beobachtet werden, wobei sich der Bakterienstamm TR105 als der geeignetste erwies. Eine Infektion von Sprosskulturen führte außerdem zu deutlich besseren Transformationsraten als der Einsatz isolierter Blätter, und „hairy roots“ wurden grundsätzlich nur unter Lichtbedingungen gebildet. Insgesamt konnten 32 „hairy roots“-Klone etabliert werden. Ein erster Vergleich des Wachstums in MS-Medium, halbkonzentriertem MS-Medium und B5-Medium zeigte tendenziell, dass MS-Medien zu besseren Ergebnissen führten als das vergleichsweise Stickstoff-reichere B5-Medium. Weiterführende Untersuchungen werden klären, wie sich das Nährmedium sowie gegebenenfalls der Einsatz von Elizitoren auf die Bildung von Leoligin und ähnliche Strukturen auswirkt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Edelweiß Leontopodium alpinum Leoligin hairy roots Agrobacterium rhizogenes
Autor*innen
Kristina Ondratschek
Haupttitel (Deutsch)
In vitro Kultivierung von Leontopodium alpinum Cass.
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
47 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Kopp
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC09435514
Utheses ID
17993
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1