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Biologische Aktivität eines neu synthetisierten Diarylimidazols (PGU 177) auf isolierte Meerschweinchenorgane
Alma Sejdinovic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Christian Studenik
DOI
10.25365/thesis.20121
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30055.03005.682466-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In Rahmen meiner Diplomarbeit wurde eine neu synthetisierte Substanz, PGU 177, an den isolierten Organen von Meerschweinchen getestet. Es wurden drei Präparate der glatten Muskulatur isoliert, nämlich die Lungenarterie, der Darm und die Aorta, sowie zwei Herzpräparate, der rechte Vorhof und der Papillarmuskel.
Am Versuchstag wurden die Organe entnommen und entsprechend präpariert. Sie mussten die ganze Zeit in der frisch zubereiteten physiologischen Nährlösung, die mit Oxymix ständig begast wurde, aufbewahrt werden, um die Hypoxie und Schädigung der Zellen zu vermeiden. Für die Durchführung der Versuche standen zwei Apparaturen zur Verfügung. Für den Papillarmuskel verwendete man die Apparatur I und für die restlichen Präparate die Apparatur II.
Die Substanz zeigte eine negativ chronotrope Wirkung, indem die Schlagfrequenz bei der Konzentration von 100 µmol/l um 96,15 ± 3,85 % des Kontrollwertes gesenkt wurde. Die effektive Konzentration (EC50) betrug 38,8 µmol/l. Die Kontraktilität des Papillarmuskels wurde ebenfalls negativ beeinflusst. Die Kontraktionskraft betrug noch – 54,05 ± 0,00 des Ausgangswertes bei der Endkonzentration. Die effektive Konzentration (EC50) von 77,7 µmol/l konnte ermittelt werden.
Die erwartete dilatierende bzw. spasmolytische Auswirkung auf die glatte Muskulatur konnte bestätigt werden. Diese Wirkung war bei der Lungenarterie und beim Darm bei der Endkonzentration von 100 µmol/l annähernd gleich und die Kontraktionskraft (fc) lag bei ca. – 80 % des Kontrollwertes. Wobei die effektive EC50-Kontraktion deutlich niedriger bei Darmpräparaten war und 17,3 µmol/l betrug. Bei der Lungenarterie ergab sich eine EC50-Konzentration von 40,15 µmol/l. Die relaxierende Wirkung bei den Aortapräparaten war nicht so stark ausgeprägt wie erwartet. Bei der Endkonzentration kam es zu einer Abnahme der Kontraktionskraft um 45,34 ± 4,76 % des Ausgangswertes.
Bei der Zersetzung von PGU 177 wird Schwefelwasserstoff (H2S) freigesetzt. Viele ältere in vitro Studien demonstrierten, dass H2S einen relaxierenden Effekt auf die glatten Muskelzellen hat. Wir wollten herausfinden, auf welche Weise das H2S wirkt.
Die niedrigste EC50-Konzentration konnte beim Darm demonstriert werden. Deshalb versuchten wir, den möglichen Wirkmechanismus auf Darmpräparaten aufzuklären. Dafür wurde ein KATP-Kanalblocker, Glibenclamid, und ein NO-Synthase-Hemmer, NO-L-Arginin, eingesetzt. Trotz der Blockade von NO-Synthase und ATP-abhängigen K+-Kanälen ist es zu einer weiteren Relaxation der Darmmuskulatur gekommen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Substanz wahrscheinlich nicht durch eine Aktivierung von ATP-abhängigen-K+-Kanälen und auch nicht über eine Induzierung von endothelialen NO-Synthase ihren relaxierenden Effekt auf die glatte Muskulatur ausübt. Um den Wirkmechanismus der Testsubstanz PGU 177 wären deshalb weitere Untersuchungen erforderlich.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Papillarmuskel rechter Vorhof Aorta Arteria pulmonalis terminales Ileum Kontraktionsmessungen Diarylimidazol Meerschweinchen
Autor*innen
Alma Sejdinovic
Haupttitel (Deutsch)
Biologische Aktivität eines neu synthetisierten Diarylimidazols (PGU 177) auf isolierte Meerschweinchenorgane
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
65 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Studenik
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC09435580
Utheses ID
17995
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
