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Familiale Lebenswelten
über Mythen und Realität(en)
Barbara Koch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Patricia Zuckerhut
DOI
10.25365/thesis.20132
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16427.03625.866437-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Lebenswelt Familie hat sich über die letzten Jahrzehnte (scheinbar) entscheidend verändert und ist im öffentlichen, gesellschaftlichen und akademischen Diskurs zunehmend von Richtungsstreits und einer steten Betonung der „Krisen des Familienlebens“ begleitet. Viele Wissenschaftlerinnen und Meinungsmacherinnen sehen bereits den „Tod der Familie“ kommen, wohingegen aus anderen Kanälen wahre „Kreuzzüge familialer Werte“ wahrgenommen werden können. Dem staatlich gefestigten Ideal der Familie mit männlichem Ernährer und weiblicher Hausfrau steht die vielfältige Realität der im Alltag gelebten Familienformen gegenüber. Die vorliegende Arbeit versucht die Pluralität und Heterogenität der „FamilieN heute“ im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext und im Besonderen aus der Perspektive der in diesen Formen lebenden Kinder zu untersuchen. Der Fokus liegt auf vier, von der traditionellen Kernfamilie mit patriarchaler Rollenstruktur, abweichenden Familienformen: Einelternfamilien, Stieffamilien, Regenbogenfamilien und Familien mit „Hausmännern“. In einem ersten Teil wird auf anthropologische und multidisziplinäre Theorie zum Forschungsgegenstand eingegangen, sowie anhand von statistischem Material untersucht, wieviele Kinder in Österreich in den verschiedenen Familienformen tatsächlich leben. Im zweiten Teil wird der Bogen von einem historischen Abschnitt über die Geschichte der Familie und nicht zuletzt die Pluralität familialer Lebensformen, zu Werthaltungen und Einstellungen der Österreicherinnen zu diesem Thema gespannt. Der letzte Teil, der die Auswertung meiner empirischen Forschung beeinhaltet, gibt einen Einblick in die Realität der Lebenswelt Familie anhand narrativer Interviews mit ehemaligen Kindern aus den vier behandelten „anderen Familientypen“ und versucht Faktoren herauszuarbeiten die das Wohlbefinden fördern bzw. hemmen. Ziel dieses Teils ist es zu zeigen, dass die „Familienform“ keineswegs von solch großer Bedeutung für das gesunde und glückliche Aufwachsen von Kindern ist, wie (leider immer noch) verlautbart wird.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Familie soziale Rolle Gender Kind Kindheit Familienform Postmoderne Eineltern Scheidung Stieffamilie Regenbogenfamilie gleichgeschlechtlich homosexuell Hausmann
Autor*innen
Barbara Koch
Haupttitel (Deutsch)
Familiale Lebenswelten
Hauptuntertitel (Deutsch)
über Mythen und Realität(en)
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
160 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Patricia Zuckerhut
AC Nummer
AC09359931
Utheses ID
18006
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
