Detailansicht

The 1959 American national exhibition in Moscow and the Soviet artistic reaction to the abstract art
Gretchen Simms
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Dieter Bogner
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.265
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29556.48975.143155-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Kunst die in der American National Exhibition in Mosow präsentiert wurde, war von der USIA (United States Information Agency) unter dem Director George V. Allen und Association of Federated Artists (AFA) Vice President Lloyd Goodrich, damaliger Director des Whitney Museum of American Art sowie eine ausgewählte Kommitte zusammengestellt. Die Ausstellung sollte die diversen Stile der amerikanischen Moderne wiedergeben (von 1928 bis 1958). Sie umfasste realistische Werke von Edward Hopper und Andrew Wyeth, regionalistische Arbeiten von Thomas Hart Benton, sozialkritische figurative Maler wie etwa Philip Evergood und Ben Shahn sowie “non-objective” Maler wie etwa Stuart Davis oder Lyonel Feininger aber auch zeitgenössische Abstrakte Expressionisten wie Jackson Pollock, Mark Rothko und William Baziotes. Es war eine ideale Zeit eine solche Ausstellung ins Leben zu rufen. 1958 war die “East – West Cultural Exchange Agreement” zwischen der USA und der Sowjet Union unterzeichnet worden. Chruschtschow hatte diesen Austausch initiert und somit gab er den Vereinigten Staaten auch die Möglichkeit sich der Sowjet Union zu presentieren. Nach dem „Zwanzigsten Partei Tag“ und die damit verbundenen Änderungen in der sowjietischen Politik zeigte sich Chruschtschov’s Regime auch den Künsten und Künstlern gegenüber offener. Ilya Ehrenburg, gelang es mit seiner hohen politischen Funktion, eine grosse Picasso Retrospektive in Moscow zu zeigen. Dies war eine Weichenstellung auch in Richtung der moderne Amerikanische Kunst. Die offizielle Kunst in Russland war der “Sozialistischer Realismus” – realistische Kunst welche die sowjetische Geschichte und die sozialistische Ideologie repräsentierte. Unter Lenin und Stalin wurde diese Kunst nicht nur gefördert sondern genau diktiert. Künstler die ihre Wurzeln in der Russischen Tradition der 20er Jahre hatten wurden nicht nur nicht offizielle engariert, sondern verfolgt, eingesperrt und oft auch ermordet. Dies änderte sich zwar mit Chruschtschow, der Sozialistische Realismus war aber nichts destotrotz bereits dreisig Jahre lang unterrichtet worden und die Russische Avant-garde untersagt. Diese Arbeit soll nicht nur die Vielschichtigkeit der Ausstellung aus den USA aufschlüsseln. Sie soll den Hintergrund der amerikanischen Kunst verständlich machen und deutlich machen warum gerade die Werke gewählt wurden die letztendlich nach Moscow gingen. Sie soll die Komplexität einer solchen Austellung vor Augen führen – die politischen, künstlerischen und organisatorischen Verstrickungen die mit einer solchen Austellung verbunden sind. Sie soll aber auch die Rezeption einer solchen Ausstellungen aufschlüsseln. Wer ist zu dieser Austellung gekommen und wie war die Reaktion der Zuschauer: generell aber auch spezifisch, also wie wurde die Amerikanische Kunst von den Künstlern in der Sowietunion aufgenommen? Da diese Ausstellung während des „Kalten Krieges“ stattfand gab es eine politische Reaktion auf die Ausstellung die ebenfalls hier untersucht wird. Um die Reaktion der Zuseher 1959 verständlich zu machen ist es essentiell zurückzublicken und sich ein Bild von der politischen und sozialen Entwicklung in Russland und der Soviet Union zu haben. Diese Dissertation soll durch Recherchen und persönliche Gesprächen vor Augen führen, dass die American National Exhibition das Kunstverständnis für die Künstler der Sowietunion wieder öffnete und somit veränderte. Sie soll vor Augen führen wie besonders die Werke der Amerikanischen Abstrakten Expressionisten die Kunst in der Sowietunion inspirierte. Wie die Künstler sich dort änderten, zurückblickten auf Ihre Russische Tradition, in sich und um sich schauten um am Ende etwas neues, sowjetisches hervorzubringen und den Mut hatten diese dem Obersten Gremium zu presentieren.
Abstract
(Englisch)
The American National Exhibition was an exchange exhibition organised by the United States Information Agency (USIA) and took place at Sokolniki Grounds in Moscow in 1959. The overall director George V. Allen and the Association of Federated Artists (AFA) Vice President Lloyd Goodrich, who was also President of the Whitney Museum of American Art in New York, were responsible for the art section of the Exhibition. The art committee selected, intended to show the Soviet public the developments in modern American art since World War I. It was an ideal time for such an exhibition. Khrushchev had initiated the “East-West Cultural Exchange Agreement” which was signed in 1958 and with it he had opened the doors to the Soviet Union. With the 20th Party Congress Meeting and the political changes involved, Khrushchev proved to be more open towards the arts and artists within his country than anyone in the past thirty years. The official art in the Soviet Union at the time was “socialist realism” – figurative works that showed Soviet history and ideology in a positive light. Lenin and Stalin were not only the initiators of this powerful Soviet movement, they enforced it with random laws and those artists who did not abide by these were excluded from official commissions, exiled or extinguished. Although this changed during the Krushchev years, the style of socialist realism had been enforced so thoroughly for such a long period of time and the Russian avant-garde had not been officially taught or openly accepted. This dissertation will show the foundation of the American National Exhibition – who played what role and why the art was chosen as it was. It will not only reveal the complexity of such an exhibition but by examining the background of American art it will show the relevance and ultimate importance of the political and social factors involved. The Soviet response to the Exhibition can only be fully appreciated by looking back at the developments within Russian and Soviet art as well as the political and social changes which the peoples in the Soviet Union experienced under Khrushchev. Through the analysis of the Soviet reception of the Exhibition, this dissertation will show how the Soviet public and especially the artworld in Moscow perceived specifically the American abstract art. Through comprehensive research and personal interviews this dissertation will reveal how the American abstract art displayed at the American National Exhibition actually facilitated the Soviet artists path in looking back at their Russian roots, looking within themselves and looking outside of their immediate boundries in order to create new Soviet art. In going beyond the actual events surrounding the American National Exhibition and in relating the reprecussions the new Soviet art had within the Soviet Union, a more comprehensive understanding of the influence the American artwork exhibited in 1959 had on the Soviet artists, is given in this dissertation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
abstrakter Expressionismus moderne russische Kunst in Moskau Ausstellung in Moskau 1959 CIA organisierte Ausstellung 1959
Autor*innen
Gretchen Simms
Haupttitel (Englisch)
The 1959 American national exhibition in Moscow and the Soviet artistic reaction to the abstract art
Paralleltitel (Deutsch)
Die 1959 in Moskau ausgestellte American National Exhibition und die Reaktion der Russischen Kunstszene auf die Abstrakte Kunst
Publikationsjahr
2007
Umfangsangabe
III Bl., 191 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Dieter Bogner ,
Walter Krause
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft ,
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC06449752
Utheses ID
181
Studienkennzahl
UA | 092 | 315 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1