Detailansicht
Biographien von Jugendlichen in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen
Magdalena Zeller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Bettina Dausien
DOI
10.25365/thesis.20357
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30034.01120.399470-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Diplomarbeit stehen die Biographien von Jugendlichen im Zentrum, die in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen aufwachsen. Die Arbeit ist von folgender Forschungsfrage stets geleitet: Welche Lebensgeschichten erzählen Jugendlichen, die in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen aufwachsen?
Im ersten Teil der Arbeit ist eine theoretische Auseinandersetzung mit jenen Themen zu finden, die für die Beantwortung der Fragestellung notwendig sind. Daher setzt sich der Theorieteil aus den folgenden drei Themenkomplexen zusammen: Biographie als soziales Konstrukt, Institutionen, Heimerziehung als wissenschaftlicher Gegenstand.
Der zweite Teil zeigt das methodische Vorgehen auf, welches die Forscherin gewählt hat, um die Forschungsfrage bearbeiten zu können. Es wurden sieben biographisch-narrative Interviews mit Jugendlichen geführt, die in einer stationären sozialpädagogischen Einrichtung aufwachsen. Diese Interviews werden in Anlehnung an die Narrationsanalyse von Fritz Schütze ausgewertet. Die Forscherin konzentriert sich besonders auf die Lebensgeschichte von Klaus und arbeitet das Thema „Aufwachsen in familiärer Gewalt“ aus. Anschließend an die Lebensgeschichte von Klaus werden auch die Lebensgeschichten der anderen Interviewpersonen vorgestellt. Ebenso wird versucht, die Prozessstrukturen nach Fritz Schütze in den Interviews zu lokalisieren, wobei das Konzept der Verlaufskurve einen zentralen Stellenwert einnimmt. Abschließend wird ein kontrastiver Vergleich zwischen den Interviews vorgenommen.
Als zentrales Ergebnis dieser Forschungsarbeit ergibt sich, dass das Prinzip der Verlaufskurve, insbesondere der negativen Verlaufskurve, adäquat ist, um die Lebensgeschichten von Jugendlichen in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen zu analysieren. Aus diesem Grund kann auch von einer kollektiven Verlaufskurve im Sinne von Fritz Schütze gesprochen werden. Eine weitere Erkenntnis bezieht sich auf familiäre Gewalt, da alle erhaltenen Lebensgeschichten in unterschiedlicher Art und Weise von Gewalt erzählen. In Rückbindung an die Theorie kann erfolgreich aufgezeigt werden, wie diese Jugendlichen ihre Biographie (re)konstruieren, wie sie Einschränkungen und Möglichkeiten innerhalb einer Institution erleben und wie die Jugendlichen die Einrichtung als solche betrachten.
Abstract
(Englisch)
The thesis at hand is based on biographies of teenagers who are raised in inpatient socio-pedagogical institutions and follows this research question: Which stories do teenagers who grow up in inpatient socio-pedagogical institutions tell about their personal history?
The first part covers a theoretical elaboration of those topics which are essential in order to answer the research question. Therefore, the theoretical section consists of the three sub-sections which cover the following areas: biographies as social constructions, institutions, institutional upbringing as an academic subject.
The second part displays the method chosen by the researcher for approaching the re-search question. Seven narrative interviews on biographies have been conducted with tee-nagers who are raised in inpatient socio-pedagogical institutions, which are then analysed following Fritz Schütze’s ‘Narrationsanalyse’. The researcher concentrates primarily on the life story of Klaus, elaborating particularly on the topic of ‘growing up within domestic vi-olence’. Beside Klaus’ story, there are other life stories presented in this thesis. Additionally, there is an attempt to locate some structure in the interview process following again the argumentation of Fritz Schütze and giving special attention to central trajectories. A con-trastive evaluation of the interviews concludes the second part of this thesis.
An essential outcome of the research reveals that trajectories, especially negative ones, are appropriate for analysing life stories of teenagers who are raised at inpatient socio-pedagogical institutions. Following Fritz Schütze, these can be also described as collective trajectories. Additionally, violence is an essential element in teenager’s lives since all inter-views have in common that the teenagers had to deal with different forms of violence. In relation to the theory behind this research, it can be successfully shown, how teenagers (de)construct their biographies, how they regard restrictions and opportunities within the institution and how they consider the institution as such.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Heimerziehung Sozialpädagogik Institution Fritz Schütze (kollektive) Verlaufskurve Jugendliche Biographie Lebensgeschichte narratives Interview Biographieforschung familiäre Gewalt
Autor*innen
Magdalena Zeller
Haupttitel (Deutsch)
Biographien von Jugendlichen in stationären sozialpädagogischen Einrichtungen
Paralleltitel (Englisch)
Biographies of teenagers in inpatient socio-pedagogical institutions
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
X, 114 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bettina Dausien
AC Nummer
AC09044216
Utheses ID
18211
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
