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Verbrechen der Einsatzgruppen
Strafverfolgung vor österreichischen Geschworenengerichten am Beispiel des Prozesses gegen Josef Wendl
Walter Kornfeld
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Bertrand Perz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20438
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29969.28572.136361-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird versucht den Ermittlungs- und Prozessverlauf gegen den ehemaligen Gaswagenfahrer und Mitglied des Einsatzkommandos 8, Josef Wendl, darzustellen und zu analysieren. Der Prozess, welcher am Landesgericht Wien im Oktober 1970 stattgefunden hat, brachte einen Freispruch für den Angeklagten aufgrund eines ihm zugestandenen Putativnotstandes (irrtümlich angenommener Befehlsnotstand). Neben dem Prozess wird auch auf die Verfolgung von NS-Verbrechen in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland eingegangen. Ebenso enthalten sind Urteile aus korrespondierenden Verfahren aus der BRD sowie ein kurzer Exkurs zum Befehls- und Putativnotstand. Der erste Teil der Arbeit widmet sich dem historischen Background zum Fall Wendl. Dieser besteht aus einer Darstellung der Einsatzgruppen, von der ersten Erwähnung beim Einmarsch in Österreich bis hin zur Beteiligung am Holocaust im besetzten Teil der Sowjetunion. Weiters werden die Entwicklung der „Tötung durch Gas“ und die Tatorte, die im heutigen Weißrussland liegen, thematisiert. In einem weiteren Abschnitt wird versucht die Motivation der tatnahen Täter, soweit dies möglich ist, zu erklären. Josef Wendl war bereits in den frühen 1930er Jahren illegales NSDAP und SS-Mitglied. Er nahm am Juliputsch 1934 teil und er meldete sich direkt nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich freiwillig zur Gestapo. Von dieser wurde er Ende 1941/Anfang 1942 nach Berlin zum RSHA und von dort zum Einsatzkommando 8 nach Mogilew abkommandiert. Dort wurde er als Gaswagenfahrer und Gefängniswache eingesetzt. Bei mehreren Einsätzen mit dem Gaswagen war Wendl an der Ermordung von mindestens 300 jüdischen Männern, Frauen und Kindern beteiligt. In Zuge von Ermittlungen gegen ehemalige Führer des Einsatzkommandos 8 in der BRD wurde Josef Wendl 1963 zum ersten Mal zu seiner Zeit beim EK 8 befragt. Von da an wurde auch gegen Wendl ermittelt, diese Ermittlungen führten schließlich im Oktober 1970 zu einem Prozess, in welchem Wendl freigesprochen worden war.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalsozialismus Einsatzgruppen Gaswagen Nachkriegsjustiz Holocaust NS-Verbrechen
Autor*innen
Walter Kornfeld
Haupttitel (Deutsch)
Verbrechen der Einsatzgruppen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Strafverfolgung vor österreichischen Geschworenengerichten am Beispiel des Prozesses gegen Josef Wendl
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
135 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bertrand Perz
Klassifikation
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC09357216
Utheses ID
18282
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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