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Der Philosoph und sein Soziologe
eine Untersuchung zur Kritik Jacques Rancières an der Soziologie Pierre Bourdieus
Wolfgang Hetzl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Alice Pechriggl
DOI
10.25365/thesis.20515
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29241.09972.346955-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorgenommene Gliederung in drei Abschnitte (Pädagogik, Politik, Ästhetik) erklärt sich durch die Struktur der großen Themenbereiche im Werk Rancières, das man anhand der drei vorliegenden Kapitel gliedern könnte. Rancières Begriff der „Aufteilung des Sinnlichen“ („le partage du sensible“) dient der gesamten Darstellung der Bezugspunkte der beiden Theoretiker als roter Faden, auch wenn er erst am Ende der Arbeit als Begriff vorgestellt wird. Im Beispiel der unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der menschlichen Sprache ist er aber während der ganzen Arbeit indirekt präsent und begleitet meine Darstellung der beiden Theorien. Der Begriff selber, dessen doppelte Bedeutung in der französischen Sprache sowohl als Aufteilung, aber auch Teilhabe in der deutschen Übersetzung verloren geht, kann als Ausdruck der Philosophie Rancières in Bezug zur Soziologie Bourdieus verstanden werden. Versteht Bourdieu gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse letztendlich begründet in der ungleichen Verteilung allgemein menschlicher Fähigkeiten auf die verschiedenen Teile der Gesellschaft, so kritisiert Rancière genau diese Zurückführung der Herrschaft auf tatsächlich feststellbare Unterschiede durch die Intellektuellen. Die Gründe der Herrschaft erkennt er dagegen ausschließlich im mangelnden Selbstvertrauen der Beherrschten in ihre vorhandenen Fähigkeiten, welche durch Theorien wie jene von Bourdieu abgewertet würden. Auf diese Weise würden sich aber die Intellektuellen an der Kontinuität des Ausschlusses der Beherrschten von der Teilnahme an der Macht beteiligen. Theorien wie jene von Pierre Bourdieu begreift Rancière als Teil der Herrschaftslogik, weil sie die Erklärung der Herrschaftsverhältnisse im Nachweis tatsächlicher (wenn auch sozialisationsbedingter) Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsteilen zu geben versuchen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Politische Philosophie Jacques Rancière Pierre Bourdieu
Autor*innen
Wolfgang Hetzl
Haupttitel (Deutsch)
Der Philosoph und sein Soziologe
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung zur Kritik Jacques Rancières an der Soziologie Pierre Bourdieus
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
146 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alice Pechriggl
Klassifikation
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie
AC Nummer
AC09039984
Utheses ID
18356
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
