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Jean Baudrillards "Pathos der Distanz"
Annäherung an das Andere in Verführung und Liebe
Dajana Dorfmayr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Elisabeth Nemeth
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20519
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30358.85612.616861-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit begibt sich auf die Suche nach der Alterität in der Verführung, sowie in der Liebe. Ausgangspunkt bildet das Werk von Jean Baudrillard, der in Abgrenzung zum modernen Liebesverständnis eine überaus komplexe Verführungstheorie entwickelt hat. Leider wurde seine Begriffsintention, die sich nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch in seinen Texten niederschlägt, vielfach missinterpretiert. Die Verführung, wie er sie versteht, dient insbesondere der Etablierung radikaler Andersheit und der Zersetzung sozialer Machtmechanismen, wie auch bedeutungsorientierter Sinndiskurse. Die Verführungsstrategie besteht im Unterschied zur Liebe darin, sich im oberflächlichen Spiel mit der/dem anderen zu verlieren und jegliche Ansprüche an Tiefe und Wahrheit aufzugeben. Zum Zweck des besseren Verständnisses werden zentrale Werke Baudrillards vorgestellt und sich sodann ergebende Problemfelder erörtert. Das Prinzip der Verführung wird durch die Kontrastierung mit einer konkreten Liebeskonzeption seitens Luce Irigaray auf seine Schwächen und Stärken hin untersucht. Die unterschiedlichen Beziehungsstrukturen werden dargelegt, wodurch schließlich eine Verteidigung seines Theorems begründet werden kann. In Anlehnung an das Prinzip der Verführung setzt Baudrillard methodisch das Mittel der Ironie und Provokation ein. Diese Eigenart gepaart mit einer gewissen Abwegigkeit seines Theorems sollen bewusst unser Wirklichkeitsprinzip durchkreuzen, wodurch eine Verifikation seiner Hypothesen erschwert wird. Eine Legitimierung über die Kunst wird dadurch plausibel. Ein Werk der Künstlerin Laurel Nakadate leistet diesen fruchtbaren Beitrag. Die Literaturgrundlage bilden in erster Linie die Originaltexte Baudrillards, wie auch Interviews. Als Sekundärliteratur eignen sich nur wenige Werke, da vorwiegend seine Simulationstheorie besprochen wurde. Wähnenswerte Beiträge haben Falko Blask, Victoria Grace, Richard Smith und Margret Eifler verfasst. Ziel der Untersuchung ist, der Alterität in der entsprechenden Beziehungsform auf die Spur zu kommen. Da dies auch ein Hauptanliegen Baudrillards war, gilt es, seinen Gedanken angemessen zu folgen, sie als Herausforderung zu lesen und als solche auch anzunehmen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Baudrillard Irigaray Verführungstheorie Liebe Kunst Feminismus
Autor*innen
Dajana Dorfmayr
Haupttitel (Deutsch)
Jean Baudrillards "Pathos der Distanz"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Annäherung an das Andere in Verführung und Liebe
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
115 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Nemeth
Klassifikation
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC09361143
Utheses ID
18360
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
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