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Es geht nicht ohne und nicht mit dem Andern
konstitutive Selbstentfremdung nach Lacan
Jakob Kraner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Georg Stenger
DOI
10.25365/thesis.20521
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29316.45074.995654-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Begriff Selbstentfremdung erscheint paradox: Gerade das Ureigenste tritt als fremd auf, während zugleich die Fremdheit einen Ort des Eigenen zu brauchen scheint, von dem aus sie konstatiert werden kann. Die Klärung des Begriffs kann sich folglich nicht darin erschöpfen das Individuum in jeder Hinsicht als entfremdetes, als bestimmt durch die Ideologie, den Anderen, die Macht der Sprache etc. auszuweisen, während zugleich kein Aspekt des Individuums als sein Wesenskern vom Fremdeinfluss isoliert werden könnte. Im Durchgang durch die Lacan'sche Theorie erweist sich die Selbstentfremdung nicht als Verhältnis zwischen „wahrer Natur“ und konstruiertem Selbst, sondern als die Dezentrierung des Subjekts, als seine Spaltung in zwei unvereinbare Seiten. Im irreduziblen Abstand beider Seiten liegt die Fremdheit im Selbst. Weder die unbewusste Seite des Begehrens und des Traumas, noch die des Ichs ist der Sitz der Subjektivität. Beide sind aus Sprache gemacht, aus dem Anderen. Die Notwendigkeit der Spaltung und des Ausschlusses verweist aber darauf, dass es eine Konfrontation gab. Das Subjekt geht nicht in einer geraden Linie aus dem Anderen als sein Effekt und Produkt hervor. Die Struktur des einzelnen Subjekts trägt die Spur der Unterwerfung durch den Anderen und weist deshalb jenseits des Anderen. Dieses Jenseits ist nicht verloren, sondern unauffindbar. Es bestätigt sich einzig im Akt der Verschiebung des Anderen und ist deshalb niemals mit und niemals ohne ihn. Als verschobene Ordnung existiert das Subjekt als Fremdes im Anderen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Lacan Jacques Lacan Entfremdung Selbstentfremdung Spiegelstadium Subjekt Industrial Industrial Culture Industrial Music Destruktion Destruktionsästhetik Alienation Psychoanalyse Throbbing Gristle
Autor*innen
Jakob Kraner
Haupttitel (Deutsch)
Es geht nicht ohne und nicht mit dem Andern
Hauptuntertitel (Deutsch)
konstitutive Selbstentfremdung nach Lacan
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Stenger
Klassifikation
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC09378766
Utheses ID
18362
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
