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Die Darstellung von Prunkzelten im mittelhochdeutschen Epos
Simone Faxa
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Karl Brunner
DOI
10.25365/thesis.2189
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29170.94688.684254-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Thematik des Prunkzeltes im mittelhochdeutschen Epos. Zu dieser Thematik liegen nur wenige Werke vor, weshalb sich meine Recherche vornehmlich auf die mittelhochdeutschen Quellen gestützt hat. Anhand einer repräsentativen Auswahl davon wird umrissen, in welcher Form und unter welchen Umständen im mittelhochdeutschen Epos Prunkzelte adeliger Standesgenossen Erwähnung finden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei nicht auf dem sprach- oder literaturwissenschaftlichen Aspekt, sondern auf der Frage, inwiefern sich diese historischen Überlieferungen fiktionalen Gebrauches auf die Realität umlegen lassen, und wie die Umstände aussehen, unter denen der Verfasser solche Zelte erwähnt.
Der Frage nach dem Unterschied zwischen einer Verwendung von Zelten im höfischen Epos und dem Zweck und der Verwendung derartiger Reiseunterkünfte in der Lebenswirklichkeit widmet sich der einleitende Abschnitt. Zelte sind für eine Person von Stand nie nur reine Unterkunft, sondern dienen zu gleichem Teil auch der Repräsentation der gesellschaftlichen Position. In dieser Funktion haben Prunkzelte auch als Geschenk oder Kriegsbeute einen hohen Stellenwert und werden im Epos häufig in sehr übersteigerter Form dargestellt, entweder als erkennbares Standessymbol, oder einfach als literarischer Topos, den die Zuhörerschaft erwartet.
Die näheren Bezugspunkte des Prunkzeltes, Besitzer, Zeltplatz und Anlaß der Errichtung, werden im folgenden Abschnitt abgehandelt. Besitzer sind durchwegs Personen von Stand, deren Rang nach außen hin durch ein Zelt aus kostbarem Material repräsentiert wird. Errichtet werden die Zelte stets an dem Bewohner angenehmen Orten in bezähmter Natur, nie in unwirtlichen Gegenden, obgleich dies für die Realität zumindest bei Feldzügen doch auch als möglich angenommen werden muß. Die Epik blendet derartiges aus. Die Geschehnisse um die Zelte herum geben Aufschluß über den Gebrauch von Zelten als temporäre Unterkunft, in der Epik wie auch für die Realität anzunehmen sind die beiden am häufigsten Genannten Gründe: Feldzüge oder große Feierlichkeiten, zu denen eine überdurchschnittlich große Menge an Adeligen für begrenzte Zeit standesgemäßes Quartier benötigt.
Auf die Machart und Ausstattung des Prunkzeltes geht der dritte Abschnitt meiner Arbeit ein. Ausmaß und Material waren wichtige Zelteigenschaften, die im Epos häufig detailliert und auch übertrieben geschildert werden. Besonders gewisse Materialien sind in der heutigen Zeit nicht mehr geläufig oder gar nicht mehr bekannt, einige der am häufigsten verwendeten habe ich näher ausgeführt. Auch den Bestandteilen und dem Aufbau des Zeltes ist ein Abschnitt gewidmet, um ein komplettes Bild des adeligen Prunkzeltes schaffen zu können. Dieses vervollständigt sich mit dem kurzen Abschnitt zu bildlichen Darstellungen, den ich zum Abschluß meiner Arbeit eingefügt habe. Hier liegt meine Gewichtung nicht auf einer Bildanalyse, sondern rein auf einer Illustration des bisher aufgeführten Themas anhand einiger exemplarisch ausgewählter Abbildungen aus der Sammlung der Online-Bilddatenbank des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Neuzeit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
mittelalter mittelhochdeutsch Epos Epik Prunkzelt Zelt Zelte Zeltplatz Ausmaße Bestandteile Ausstattung Umgebung Details Gegenstände Alltag Reise Fest höfisch Kultur Wohnraum Rückzugsort Repräsentation Unterkunft
Autor*innen
Simone Faxa
Haupttitel (Deutsch)
Die Darstellung von Prunkzelten im mittelhochdeutschen Epos
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
122 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl Brunner
AC Nummer
AC07106689
Utheses ID
1839
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
