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Sinn - Rekonstruktion nach dem Tod des eigenen Kindes und der Zusammenhang mit posttraumatischer persönlicher Reifung und komplizierter Trauer
Julia Bogensperger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Lueger-Schuster
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20703
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29429.68772.591770-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung der Sinn – Rekonstruktion im Zusammenhang mit der Trauer um das eigene Kind mit qualitativen und quantitativen Methoden. Die Sinn – Rekonstruktionsprozesse Sense – making und Benefit – finding wurden im qualitativen Interview mit sechs Fragen erfasst. Die Befragung von 30 trauernden Eltern ergab insgesamt 42 Kategorien der Sinn – Rekonstruktion. Sense – making Kategorien reichten von Kausalerklärungen bis hin zu philosophischen Auseinandersetzungen und Benefit – finding Kategorien beinhalteten sowohl persönliche als auch soziale Entwicklungen. Drei befragte Eltern nannten keine Sense – making Kategorie und 4 nannten keine Benefit – finding Kategorie. Zusätzlich wurde die Korrelation zwischen den skalierten Sense – making und Benefit – finding Kategorien und Komplizierter Trauer sowie Posttraumatischer Persönlicher Reifung untersucht. Erhoben wurden die Komplizierte Trauer mit dem KTM (Maercker & Langner, 2002) und die Posttraumatische Persönliche Reifung mit dem PPR (Maercker & Langer, 2001). Die Analysen ergaben signifikante Korrelationen zwischen dem Grad der Sinn – Rekonstruktion und den Werten im PPR (rs = .54; rs = .49; p < .01), vor allem, wenn die Todesursache traumatisch und unvorhersehbar war (rpb = .67; rpb = .63;p < .01). Es zeigte sich jedoch kein Zusammenhang zwischen der Sinn – Rekonstruktion und der Komplizierten Trauer. Zudem wurden individuelle und ereignisbezogene Einflussfaktoren auf die Komplizierte Trauer und die Posttraumatische Persönliche Reifung untersucht. Statistische Analysen ergaben, dass Frauen höhere maladaptive Trauersymptomatik aufwiesen. Ältere Studienteilnehmer wiesen geringere Werte im KTM und auch im PPR auf. Je größer der zeitliche Abstand zum Todesereignis war umso niedrigere Werte ergaben sich in Bezug auf die Komplizierte Trauer. Da die Forschung zu elterlicher Trauer um das eigene Kind limitiert ist (Rogers et al., 2008), stellt diese Studie eine wichtige Ergänzung der derzeitigen Datenlage dar, wenngleich die Aussagekraft Ergebnisse vor allem im Hinblick auf die Genralisierbarkeit limitiert ist.
Abstract
(Englisch)
The current investigation focused on the theme of „Meaning – Reconstruction“ in bereavement, in a qualitative as well as in a quantitative approach. The confrontation with an unexpected or unnatural loss tracks us down to the core questions of human existence. Operationalized as „Sense – making“ and „Benefit – finding“ the effort was made to reveal the underlying themes of questions made as well as answers found. For this purpose a total of 30 bereaved parents answered 6 questions in a face-to-face interview and expressed in sum 42 themes of „Meaning – Reconstruction“. It was shown that „Sense – making“ themes ranged from attempts to causally understand the death of the child to complex philosophical belief systems about life and death. „Benefit – finding“ themes contained thoughts about personal silver-lining as well as descriptions about actions and activations in context of the social environment. In total 3 parents stated no „Sense – making“ theme and 4 parents stated no „Benefit – finding“ theme. Furthermore, the correlation between the individually scaled extent of „Sense – making“ as well as „Benefit – finding“ to Complicated Grief and Posttraumatic Growth, both assessed with standardized questionaires, was analysed. Significant correlations were found between the extent of „Meaning – Reconstruction“ and Posttraumatic Growth scores (rs = .54; rs = .49; p < .01), especially when the death was traumatic or unexpected (rpb = .67; rpb = .63;p < .01). However, analysis revealed no significant correlation with Complicated Grief. Comlicated Grief Symptoms and Posttraumatic Growth Scores were also analysed in relation to individual vulnerability factors and characteristics of the loss event itself. According to statistical analysis women tend to have higher maladaptive grief symptoms. Older bereaved parents showed lower Complicated Grief and lower Posttraumatic Growth Scores. The more time had passed since the death the lower were symptoms of Complicated Grief. Overall this study contributes to the growing body of research on „Meaning – Reconstruction“ in response to bereavement, especially concerning the in-depth qualitative analysis, but is at the same time limited in matters of generalisation due to the small sample size.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
meaning – reconstruction parental bereavement complicated grief posttraumatic growth
Schlagwörter
(Deutsch)
Sinn-Rekonstruktion Trauer Tod des eigenen Kindes komplizierte Trauer Posttraumatische Persönliche Reifung
Autor*innen
Julia Bogensperger
Haupttitel (Deutsch)
Sinn - Rekonstruktion nach dem Tod des eigenen Kindes und der Zusammenhang mit posttraumatischer persönlicher Reifung und komplizierter Trauer
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
124 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Lueger-Schuster
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC09431556
Utheses ID
18512
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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