Detailansicht
Nuklearpolitik in Ostasien
Julian Stefan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rüdiger Frank
DOI
10.25365/thesis.20707
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29208.36400.211355-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Sicherung des nationalen Energiebedarfs und gezielte Schritte gegen den
zunehmenden Klimawandel stellen zwei der Hauptherausforderungen des 21.
Jahrhunderts dar. Der weltweit steigende Bedarf an Energie gepaart mit der
Abhängigkeit von schwindenden fossilen Brennstoffvorkommen zwingt die Staaten
nach entsprechenden Alternativen zu suchen. Wir befinden uns somit in einer Zeit, in
der ein weltweites Umdenken und das Streben nach alternativen Energiequellen
begonnen hat, da die so dringend benötigten fossilen Ressourcen in wenigen, politisch
teils höchst instabilen Regionen gebündelt sind und gleichzeitig stetig abnehmen.
Unter den alternativen Energieoptionen besteht keine Technologie, die so umstritten ist
wie Nuklearenergie. In den letzten Jahrzehnten kam es trotz verschiedener Vorbehalte
zu einem weltweiten Ausbau im Nuklearbereich und die Technologie spielte
insbesondere in der Region Nordostasien eine ausgesprochen wichtige Rolle. Japan und
die Republik Korea gelten als Vorreiterländer im Bereich der Nuklearenergie und auch
die Volksrepublik China plant einen massiven Ausbau in diesem Bereich.
Mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 sind die, während der letzten
Jahre in den Hintergrund getretenen Kritikpunkte schlagartig wieder von höchster
Aktualität und weltweit wurden Konsequenzen aus den Ereignissen gezogen. Angeregt
durch die jüngsten Entwicklungen in diesem Bereich ist es das Ziel dieser Arbeit einen
besseren Einblick in die Nuklearenergiesysteme in Nordostasien zu vermittelt.
Im ersten Teil der Arbeit wird das von Supersberger et al. entwickelte Grundmodell zu
Nuklearenergie als Energieoption untersucht und mit der länderspezifischen
Fachliteratur zur Volksrepublik China, Japan und der Republik Korea verglichen. Dabei
werden insbesondere die Bereiche Stabilität des Ökosystems, mikro- und
makroökonomische Vorteile, technische Integrierbarkeit, Unabhängigkeit sowie
klimapolitische Vorteile untersucht. Das Ergebnis des ersten Teils stellt die
länderspezifischen Eigenheiten der nationalen Nuklearbereiche dar.
Im zweiten Teil der Arbeit werden die drei Systemanalysen zusammengefügt und
miteinander verglichen. Dabei liegt der Fokus auf internationalen Gemeinsamkeiten, die
verstärkte Kooperationsmöglichkeiten aufzeigen sollen.
Abstract
(Englisch)
Securing the national energy supply and providing steps towards climate change are
two of the main challenges of the 21st century. The worldwide growth in energy demand
paired with an increasing dependence on declining fossil fuels forces states to search
for viable alternatives. We are therefore approaching an era of global re-orientation
and the pursuit of alternative energy sources, since fossil fuels are bundled in a few,
partly politically highly unstable regions, while they are steadily declining.
One of these alternative energy options and at the same time the most controversial is
nuclear energy. During the last decades there has been a steady global build-up in
nuclear energy and the technology plays a central role in North-East Asia today. Japan
and the Republic of Korea are considered to be main players among the global nuclear
industries and the Peoples Republic of China is planning a massive build-up in nuclear
power as well.
However the nuclear catastrophe of Fukushima in march 2011 marks a major setback
for the global nuclear industries. Inspired by recent events it is the goal of this masters
thesis to provide a better understanding of nuclear energy systems in North-East Asia.
The first part of this thesis analyses a model for nuclear energy as energy option by
Supersberger et al. Using country-specific literature and statistical data the thesis seeks
to define country-specific features of nuclear energy in the following areas: stability of
the ecosystem, micro- and macroeconomic advantages, technical integrability,
independence and climatic advantages.
The second part of the thesis concentrates on bringing together the three countryspecific
analyses, comparing them and studying the similarities and common features of
the different systems. As a result different areas of possible future co-operation are
highlighted.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
nuclear policy East Asia Northeast Asia China Japan Korea energy energy policy co-operation IAEA OECD IEA
Schlagwörter
(Deutsch)
Nuklearpolitik Ostasien Nordostasien China Japan Südkorea Korea Energie Energiepolitik Kooperation IAEA OECD IEA
Autor*innen
Julian Stefan
Haupttitel (Deutsch)
Nuklearpolitik in Ostasien
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
86 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rüdiger Frank
AC Nummer
AC09388679
Utheses ID
18516
Studienkennzahl
UA | 066 | 864 | |
