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Homing in on the uncanny
representations of homes in "Twin Peaks"
Anna Wolbank
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Seidl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20839
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29955.60932.977961-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der TV-Serie Twin Peaks (1991-1991), welche von David Lynch geschrieben wurde und bei der er auch teilweise selbst Regie führte. Die Analyse der Serie geht von der Frage aus, welche filmischen Mittel zum Einsatz kommen, um Unheimlichkeit zu erzeugen. Zu diesem Zweck wird der Begriff des Unheimlichen, so wie er im frühen 20. Jahrhundert von Sigmund Freud definiert wurde, herangezogen. Als Methode zur Feststellung der unheimlichen Elemente in der Serie dient die klassische Filmanalyse. Theoretische Abhandlungen, welche Beachtung erfahren, umfassen u.a. die Felder Architektur und bildende Kunst, sowie Soziologie, Philosophie und Gender Studies. Die Diplomarbeit gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil geht von einer genauen Lektüre von Freuds Aufsatz „Das Unheimliche“ aus. Diverse TheoretikerInnen und deren kritische Anmerkungen bezüglich der Abhandlung werden berücksichtigt, um das umfassende Konzept schließlich einzugrenzen. Die Konzentration auf eine etymologisch abgeleitete Auffassung des Unheimlichen, welche sich durch den deutschen Begriff „unheimlich“ (un-Heim-lich, engl. „uncanny“) ergibt, erlaubt dieses in der häuslichen Sphäre anzusiedeln. Die Analyse im zweiten Teil basiert auf eben dieser Konzeption des Unheimlichen, nach welcher es dem Heim entstammt. Nach einem Kurzüberblick über David Lynchs Filme unter besonderer Berücksichtigung der unheimlichen Charakteristika in seinem Oeuvre sollen sieben zentrale Häuser in Twin Peaks untersucht werden, speziell bezüglich ihrer Establishing Shots, der jeweiligen Inszenierung und des Set Designs. Ein Zusammenhang zwischen der Kultur/Natur Dichotomie und dem Unheimlichen sowie dessen Bezug zum Übernatürlichen wird beleuchtet. Des Weiteren werden unheimliche Schlüsselszenen, die in den jeweiligen Wohnstätten angesetzt sind, analysiert. Abschließend wird gezeigt, dass das Unheimliche in Twin Peaks hauptsächlich durch die hohe Anzahl an Kunstgriffen entsteht, d.h. durch Lynchs Wahl formalistischer Inszenierung von Szenen, in denen unheimliche Geheimnisse aufgedeckt werden. Die ursprüngliche These, dass es keine (rein) heimeligen Heimstätten in der Serie gibt, wird untermauert. Des Weiteren zeigt sich, dass diverse filmische Elemente, vor allem Musik, Komposition, Farbwahl und Perspektive so eingesetzt werden, dass die Häuser als Orte etabliert werden, die immer schon unheimliche Elemente beherbergen, wenn auch subtil. Folglich gibt es in Twin Peaks keine graduelle Umkehrung einer ursprünglichen Heimeligkeit in eine Umheimlichkeit.
Abstract
(Englisch)
The present paper deals with the TV-series Twin Peaks (1991-1991), which was written and also partly directed by David Lynch. The analysis is based on the question which filmic means are used in order to create the uncanny in the series. For this purpose, the concept of the uncanny as defined by Sigmund Freud at the beginning of the 20th century is going to be considered. Classical film analysis is the method by which the uncanny elements in the series will be detected. Theoretical texts that will be taken into account mainly range from the fields of architecture and the fine arts to sociology, philosophy and gender studies. The thesis consists of two parts. The first chapter is based on a close reading of Freud’s essay “The Uncanny”. Various theorists and their critical positions regarding the treatise will be considered in order to narrow down the broad concept. The focus on an etymologically-derived notion of the uncanny framed around the German term unheimlich (“unhomely”, “uncanny”) will permit its localisation in the domestic sphere. The analysis in the second chapter is based on this conception of das Unheimliche originating from the home. After a brief review of David Lynch’s films with a particular focus on uncanny features in his oeuvre, seven central homes in Twin Peaks shall be examined regarding in particular the establishing shots of the houses, the mise-en-scène of the families’ introductory scenes and the set design. A connection between the culture/nature opposition and the uncanny as well as its relatedness to the appearance of the supernatural in the home will be discussed. In addition, uncanny key scenes set in the respective homes will be analysed. In conclusion, the paper shows that the uncanny in Twin Peaks is mainly achieved by the filmmaker’s heightened artifice, i.e. his choice of formalistic mise-en-scène in scenes revealing uncanny secrets in the homes. The initial assumption that there are no (purely) homely homes in the series is confirmed. It is further shown that various filmic means, especially music, composition, choice of colours and angle, are used in order to establish the homes as places which subtly harbour uncanny elements from the beginning on. Thus, there is no gradual inversion of an original homeliness into the uncanny in Twin Peaks.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
uncanny home Sigmund Freud Twin Peaks David Lynch
Schlagwörter
(Deutsch)
unheimlich Heim Sigmund Freud Twin Peaks David Lynch
Autor*innen
Anna Wolbank
Haupttitel (Englisch)
Homing in on the uncanny
Hauptuntertitel (Englisch)
representations of homes in "Twin Peaks"
Paralleltitel (Deutsch)
Unheimlich ; das Heim und seine Repräsentationen in "Twin Peaks"
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
123 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Monika Seidl
Klassifikation
24 Theater > 24.38 Fernsehen, Hörfunk
AC Nummer
AC10686493
Utheses ID
18635
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 299 |
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