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Tier - Geist - Moral
Naturforschung als Beitrag zur Ethik, im Besonderen zur Tierethik als Weichenstelle für die Art der Begründung der Ethik
Elisabeth Fischer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Franz M. Wuketits
DOI
10.25365/thesis.20941
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30012.16252.752761-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Naturforschung als Beitrag zur Ethik, im Besonde-ren zur Tierethik als Weichenstelle für die Art der Begründung in der Ethik überhaupt.
Ausgehend vom antiken Weltbild beseelter Lebewesen, über das neuzeitliche Weltbild des Substanzdualismus René Descartes´ führt der Ablauf der Darstellung zu Charles Darwins evolutionärem Baum des Lebens und jener Abstammungslehre, die vielfach als narzissti-sche Kränkung empfunden wird. Den klassischen Konzepten von Mensch und Tier folgt mit J. v. Uexküll im 20. Jhdt. die Darstellung der als Subjekt aktiv ihre Umwelt gestalten-den Lebewesen.
In der Suche nach dem Unterschied von Mensch und Tier widerspiegelt sich die Leib-Seele-Debatte, die nun als Diskussion um Funktionalität von Gehirn versus Erkenntnis als Vollzug zwischen Natur- und Geisteswissenschaften aufflammt. Der Geist der Tiere und damit verbunden ihre Empfindungsfähigkeit stehen vor allem im Zentrum der Forschung von Ethologen und Kognitionsbiologen. Das biologische Naheverhältnis zeigt sich auch in Mensch und Tier gemeinsamen Verhaltensweisen.
In „Durchleuchtung“ von Moralkonzepten, die dem Tier einen moralischen Status zubilli-gen könnten, ist es Ursula Wolfs Konzept des generalisierten Mitleids, welches formal wohl keinen absoluten moralischen Standpunkt anbieten kann, aber ohne metaphysische Annahmen treffen zu müssen inhaltlich die Leidensfähigkeit von Tieren als moralrelevant begründet. Die graduelle Differenz aus der Evolution zwischen Mensch und Tier gibt dem Tier einen Platz unter den Menschen. Zum qualitativen Unterschied wird sie dann, wenn es um das Wissen eigenen Wissens geht, um das Erkennen von Bedürfnissen Andere und Verantwortlichkeit für das eigene Handeln
Der Mensch ist fähig, moralische Urteile zu treffen, ist fähig, zwischen „gut und böse“ zu unterscheiden. Er weiß um das Gute und ist frei, sich dafür entscheiden zu können. In die-sem Wissen und dieser Freiheit ist der Mensch aufgefordert, als sittliches Wesen seinen Artegoismus zu überwinden und Tieren einen Platz in der moralischen Gemeinschaft zu-zugestehen. Eine dynamische Betrachtung der seit Darwin aufgebrochenen Grenzen zwi-schen Tier und Mensch ist nun auch in der Ethik vermehrt gefordert. Tierethik ist die Wei-chenstelle für die Art der Begründung von Sittlichkeit überhaupt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Tier Geist Moral Hirnforschung Tierethik Naturalismus Erkenntnis Evolution Altruismus Empathie Willensfreiheit
Autor*innen
Elisabeth Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Tier - Geist - Moral
Hauptuntertitel (Deutsch)
Naturforschung als Beitrag zur Ethik, im Besonderen zur Tierethik als Weichenstelle für die Art der Begründung der Ethik
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
117 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz M. Wuketits
Klassifikation
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC09049673
Utheses ID
18728
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
