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Die Jesuitenreduktionen in Paraguay im Lichte der kolonialethischen Diskussion
Utopie und Wirklichkeit
Daniela Riml
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Heinz Krumpel
DOI
10.25365/thesis.20956
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30424.49766.644165-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Leitmotiv der Arbeit ist die Frage nach dem Nächsten, dem Fremden, dem Unbekannten und dessen Wahrnehmung, die gerade in der heutigen Zeit nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat. Der Rahmen ist ein historischer, nämlich die Zeit der „Entgrenzung“ des geographischen Horizonts des Mittelalters und seine insbesondere in Spanien sich unmittelbar stellende Frage nach der Rechtmäßigkeit der Konquista, die sich in der Frage nach dem Nächsten und seinem Menschsein verdichtet. Die Reaktion darauf und die innovative Denkleistung von Vitoria bilden den Ausgangspunkt. Ferner wird auf den Zeitzeugen Las Casas und seinen Kampf für die Indios eingegangen. Dieser gipfelt in dem Disput von Valladolid mit seinem Hauptkontrahenten Sepúlveda. Breiten Raum nimmt das jesuitische Experiment in Paraguay, im speziellen die Guaraníreduktionen ein. Diese bilden die reale historische Grundlage für zahlreiche utopische europäische Projektionen. Es wird versucht, nach einer perspektivenreichen Durchleuchtung des Experiments zu einer abschließenden ethischen Würdigung zu kommen. In den Schlussgedanken wird der Kreis geschlossen und es finden aktuelle gegenwartsbezogene Bezüge statt.
Abstract
(Englisch)
The study´s dominant leitmotif concerns the unknown neighbour, i.e. the stranger and how we perceive him, which is an issue much debated these days. The setting is historical, namely the period of a radical dissolution of boundaries and of expansion of Medieval geographical horizons. Closely connected to these phenomena of transition is the question of the legitimacy of the Spanish Conquista, an ethical dilemma which is of great urgency when considering the unknown neighbour as a fellow human being. Immediate responses to this challenging question and Vitoria´s innovative reflections provide the first impetus to the analysis. A further focus is on the contemporary eyewitness Las Casas and his struggles for the cause of the Indios, a conflict which culminates in the dispute of Valladolid with his main opponent, i.e. Sepúlveda. The Jesuit experiment in Paraguay, in particular the so-called Guaraní-reductions, is given expansive attention. These experiments are the historical and really existing origins of numerous European utopian fantasies and projections. It is the aim of the study to investigate the experiment from a plurality of perspectives and thus to reach conclusions which do justice to the ethical issues involved. The final section will close the argumentative circle and will attempt to refer to related current concerns.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ethik Lateinamerika Jesuiten Reduktionen Guaraní Las Casas Vitoria Sepúlveda Montesquieu
Autor*innen
Daniela Riml
Haupttitel (Deutsch)
Die Jesuitenreduktionen in Paraguay im Lichte der kolonialethischen Diskussion
Hauptuntertitel (Deutsch)
Utopie und Wirklichkeit
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
107 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Heinz Krumpel
Klassifikation
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC09447429
Utheses ID
18743
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
