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Das Prinzip der Wiederholung bei Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud
Mariella Richter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Klaus Puhl
DOI
10.25365/thesis.20965
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29219.76260.679559-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, das Prinzip der Wiederholung bei Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud zu untersuchen. Bei Friedrich Nietzsche, dem großen Philosophen des 19. Jahrhunderts und Sigmund Freud, dem Arzt, Tiefenpsychologe und Begründer der Psychoanalyse, spielt die Wiederholung die wesentliche Rolle. Obwohl das Wiederholungsprinzip dieser Zeitgenossen sehr unterschiedlich definiert wird und einen anderen Ausgangspunkt hat, werden Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten im Kontext der Wiederholung herausgearbeitet. Bei der Analyse der Wiederholung am Beispiel dieser Jahrhundert Persönlichkeiten wird chronologisch vorgegangen. Untersucht wird zunächst das Wiederholungsprinzip bei Friedrich Nietzsche, das sich auf sein Gesamtwerk bezieht. Anschließend widmet sich die Arbeit der Wiederholung bei Sigmund Freud, die sich im Wesentlichen auf seine Schriften Jenseits des Lustprinzips und Das Unbehagen in der Kultur konzentriert. Am Ende erfolgt eine Gegenüberstellung der wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Prinzip der Wiederholung. Bei Friedrich Nietzsche äußert sich die Wiederholung in seiner Lehre der Ewigen Wiederkehr des Gleichen, die als antimetaphysische Vision der Welt zugleich eine kosmologisch-physikalische Hypothese und ein ethisch-psychologisches Regulativ beinhaltet. Die Artikulation des Wiederkunftsgedankens geht bei Nietzsche mit dem Themenkomplex vom Willen zur Macht, dem Tod Gottes und dem daraus resultierenden Nihilismus sowie dessen Überwindung im Übermenschen einher. Bei Sigmund Freud ist das Prinzip der Wiederholung vielschichtig und äußert sich nicht nur in der menschlichen Psyche, sondern auch in ihren Trieben. Die Wiederholung als psychische Fixierung in den Träumen der Traumapatienten, die Wiederholung im Kinderspiel, der Wiederholungszwang des Neurotikers, die Wiederholung als Grundlage der Psychoanalyse sowie die Wiederholung in der Übertragung des Patienten während der psychonanalytischen Kur werden von Freud untersucht. Zusammen mit seiner neu formulierten Libido-Theorie begründen die verschiedenen Wiederholungserscheinungen schließlich Freuds These des dualistischen Triebverhaltens im Menschen. Das Gegenspiel der zwei Urtriebe, des Lebenstriebs und des Todestriebs, wird in Das Unbehagen in der Kultur nicht nur für die innermenschlichen Konflikte, sondern auch für die zwischenmenschlichen Konflikte verantwortlich gemacht. Die Kulturentwicklung wird hier als Kampf zwischen Eros und Tod bezeichnet.
Abstract
(Englisch)
This Master’s thesis explores the principle of repetition using the example of Friedrich Nietzsche and Sigmund Freud. Nietzsche, as a contemporary of Freud, is one of the most enigmatic personalities of the nineteenth century and exerted an extraordinary influence on twentieth-century thought. Freud, on the other hand, can be considered as equally important. His discoveries in psychology and his foundation of psychoanalysis are still highly influential today. Although Freud’s principle of repetition is very different to that of Nietzsche, this work will examine if there are similarities and commonalities. This investigation will be chronological which means that it will commence with Nietzsche’s doctrine of eternal recurrence and will draw on his entire work. Subsequently, it will address Freud’s principle of repetition, concentrating on his works Jenseits des Lustprinzips and Das Unbehagen in der Kultur. At the end, the most striking differences and commonalities will be contrasted. In Nietzsche’s philosophy the principle of repetition is manifested in the eternal recurrence of the same, which is also referred to by some Nietzsche interpreters as the eternal return. As an anti-metaphysical vision of the world, the eternal recurrence encompasses a physical-cosmological hypothesis as well as a psychological-ethical imperative. The idea of the eternal recurrence is directly linked to Nietzsche’s teachings of the will to power, the death of God, the nihilism and the overhuman. Freud’s principle of repetition, however, is multifaceted. It is found not only in the human psyche but also in human drives. In conclusion, this work demonstrates how the principle of repetition plays a pivotal role in the theories of Friedrich Nietzsche and Sigmund Freud.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wiederholung Nietzsche Freud
Autor*innen
Mariella Richter
Haupttitel (Deutsch)
Das Prinzip der Wiederholung bei Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud
Paralleltitel (Deutsch)
Das Prinzip der Wiederholung bei Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
111 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Puhl
Klassifikation
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC10891322
Utheses ID
18752
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
