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Caroline Pichlers "Denkwürdigkeiten"
zwischen Autobiographie und Memoiren
Natasa Gajic
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Wynfrid Kriegleder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.20971
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30296.81694.454870-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit „Caroline Pichlers Denkwürdigkeiten. Zwischen Autobiographie und Memoiren“ beschäftigt sich, wie der Titel schon sagt, mit Caroline Pichlers Denkwürdigkeiten aus meinem Leben. Die bisherige Forschung hat sich zwar mit diesem und anderen von Pichlers Texten auseinander gesetzt und es wurde festgestellt, dass die Denkwürdigkeiten nicht weder dem typischen Genre der Autobiographie noch dem der Memoiren angehören, doch hat man bislang nicht versucht aufzudecken, warum dies der Fall ist und wie sich diese Annahme anhand des Textes belegen lässt. Zunächst werden in der vorliegenden Arbeit die theoretischen Grundlagen des Genres erarbeitet, die unterschiedlichen Kriterien der beiden Textsorten Autobiographie und Memoiren dargelegt und kritische Begriffe der Wirklichkeitsabbildung, zu denen Erinnerung, Sinngebung und Wahrheitsbegriff gehören, erläutert. Danach folgt ein Überblick über die Geschichte und Entwicklung des autobiographischen Schrifttums, der eine Einordnung der Denkwürdigkeiten in diese Tradition ermöglicht und eine Grundlage für die weiteren Thesen der Arbeit schafft. Im weiteren Verlauf wird ein Einblick in das Leben der Autorin geboten, der es ermöglicht die inszenierte Version ihres Ich mit dem in den Denkwürdigkeiten dargestellten zu vergleichen. Außerdem wird der Entstehungsprozess des autobiographischen Textes im Zusammenhang mit den zuvor erarbeiteten Konzepten der Wirklichkeitsabbildung beleuchtet. Die inszenierte Version der Caroline Pichler wird anhand einer erzähltheoretischen Analyse, die Untersuchungen zur Vorrede der Verfasserin, und erzähltheoretische Konzepte wie Zeit, Stimme und Modus mit einbezieht, untersucht und bewiesen. Es wird festgestellt, dass die Pichler die Akzente nicht auf das Privatleben setzt, sondern sich fast ausschließlich mit öffentlichen Ereignissen beschäftigt. So erhält der Leser einen Einblick in das Leben der königlichen Familie der Kaiserin Maria Theresia wie auch eine gute Vorstellung davon, wie die Gesellschaft der damaligen Zeit funktionierte. Durch Wortwahl und Syntaktik schafft die Autorin eine große Distanz zu ihrem Text, dem eine Nullfokalisierung zugrunde liegt. Da Caroline Pichler ihr dem Werk vorangestelltes Wahrheitspostulat nicht erfüllt und selten zeigt, wie sich ihr „Innen“ auf das „Außen“ auswirkt, hat sie die Funktion eines Beobachters in ihrer eigenen Lebensbeschreibung, die inhaltlich und formal zwischen Autobiographie und Memoiren steht, doch nach einer erzähltheoretischen Analyse den Memoiren zugeordnet werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Caroline Pichler Denkwürdigkeiten Autobiographie Memoiren Erzähltheorie
Autor*innen
Natasa Gajic
Haupttitel (Deutsch)
Caroline Pichlers "Denkwürdigkeiten"
Hauptuntertitel (Deutsch)
zwischen Autobiographie und Memoiren
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
118 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wynfrid Kriegleder
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.71 Literaturgeschichte
AC Nummer
AC09371094
Utheses ID
18758
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 333 |
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