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Der Bürgerhaushalt als Instrument partizipativer Stadtplanung
Umsetzungserfahrungen in den Städten Rosario und La Plata (Argentinien)
Regina Seile
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Wolfram Schaffar
DOI
10.25365/thesis.21115
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29109.32046.924269-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit liefert einen Beitrag zur vergleichenden Partizipationsforschung in dem sie das zunehmend eingesetzte politische Beteiligungsinstrument „Bürgerhaushalt“ einer vergleichenden Fallstudienanalyse unterzieht.
In den argentinischen Städten Rosario und La Plata reagierten politadministrative EntscheidungsträgerInnen auf ökonomische und politische Krisen, in dem sie BürgerInnen zunehmend als MitgestalterInnen an öffentlichen Entscheidungen im Bereich der Stadtentwicklung beteiligten. Dafür wurden in Rosario 2002 und in La Plata 2008 Bürgerhaushaltsmodelle implementiert.
Das Ziel dieser Arbeit ist, die grundlegenden Herausforderungen, die sich im Implementierungs- und Umsetzungsprozess der Bürgerhaushalte stellen, systematisch vor dem Hintergrund der partizipativen Demokratietheorie zu erörtern. Hierfür wurden Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Rosario und La Plata, die mit der Umsetzung dieses Beteiligungsprojektes beauftragt sind, in ihrer Expertenrolle interviewt.
Die anschließende Abstraktionsleistung führte zu der Erkenntnis, dass die fundamentalen Herausforderungen beider Bürgerhaushalte, ausschließlich in der politischen und partizipativen Dimension liegen. Die Steigerung der Partizipationsbereitschaft wurde als Schlüsselherausforderung, die für das „Gelingen“ der Bürgerhaushalt ausschlaggebend ist, identifiziert. Obzwar die größten Herausforderungen der rechtlichen, finanziellen und territorialen Dimension auf den ersten Blick nebensächlich erschienen, ergab die empirische Untersuchung einen engen Wirkungszusammenhang mit der Schlüsselherausforderung. Solange die fundamentalen wie auch semi-peripheren Herausforderungen nicht bewältigt werden, stoßen die analysierten Bürgerhaushalte an strukturelle Grenzen und lösen Ermüdungserscheinungen bei den BürgerInnen aus. Den partizipativ-demokratischen Samen, der mit der Implementierung der Bürgerhaushalte gesät wurde, gilt es durch Veränderungen des institutionellen Designs zu pflegen, um ein Heranreifen zu ermöglichen. Die beiden Fallstudien zeigen, wie partizipative Stadtplanung zur Drehscheibe für soziale und politische Transformationsprozesse werden kann und wo diesbezüglich Grenzen zu verorten sind.
Abstract
(Englisch)
The Diploma Thesis presented here serves as a contribution to comparative participative research. In a comparative case study analysis, the “particpatory bugeting”, an increasingly employed instrument for political participation in all parts of the world, is examined.
Within the context of the theory of participative democracy, this paper demonstrates the fundamental challenges that arise in the process of execution of Participatory Budgets in the argentinian cities Rosario and La Plata. Therefore administrative workers involved in the realizationprocess were interviewed as expert witnesses.
Subsequent abstraction led to the realization that despite the different institutional designs, the fundamental challenges for both participatory budgeting models rest in the political and participative analytical dimension. Raising the willingness for participation was confirmed to be the key challenge to the success of citizen participatory budgets.
At first the greatest challenges in the legal, financial, and territorial dimensions appeared to be marginal. The empirical analysis, however, showed that these dimensions are strongly correlated to the key challenge, nameley the increase in the willigness to participate. The other challenges shall therefore be considered semi-marginal challenges, which crucial conditions for the success of the participation process.
As long as these challenges are not addressed, the success of citizen budgets will be hindered by structural boundaries and they will seem rather tiresome to citizens. The case study comparison shows that the seeds of participative democracy must be nurtured by institutional changes in order to grow and ultimately enable urban planning to be the engine of social and political transformation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Public Participation Participatory Budgeting Theory of participative democracy Urban planning
Schlagwörter
(Deutsch)
Bürgerbeteiligung Bürgerhaushalt Partizipative Demokratietheorie Stadtplanung
Autor*innen
Regina Seile
Haupttitel (Deutsch)
Der Bürgerhaushalt als Instrument partizipativer Stadtplanung
Hauptuntertitel (Deutsch)
Umsetzungserfahrungen in den Städten Rosario und La Plata (Argentinien)
Paralleltitel (Englisch)
Participatory budgets as a tool of civic engagement in urban planning ; observations from Rosario and La Plata (Argentina)
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
157 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfram Schaffar
AC Nummer
AC09446941
Utheses ID
18886
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
