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Schreiben gegen den Tod
Krebs in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 anhand von Gerold Foidls "Scheinbare Nähe", Fritz Zorns "Mars" und Jörg Mauthes "Denmächst"
Clemens Ottawa
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Roland Innerhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.21159
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29190.44715.791369-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Ausgangspunkt für diese Arbeit war die Frage der sprachlichen Veränderung nach einer Krebsdiagnose. Inwiefern wirkt die Krankheit auf Sprache, Wortwahl, Symbolik und Intertextualität, inwiefern verändert sich aber auch die eigene Weltanschauung. Die behandelten Werke teilen sich in zwei Gattungsbereiche: Die autobiographische Form ist, neben dem Tagebuch, die am häufigsten vertretene Form. Deshalb ist auch der Terminus der Autopathographie geprägt worden. Entgegen landläufiger Meinung handelt es sich dabei um eine vollwertige literarische Gattung, ein Umstand, der anhand eines Kapitels herausgearbeitet wird. Hierin werden die Charakteristika beider Gattungen kurz genannt und ein theoretischer Überblick über Herkunft und Geschichte gegeben. Die Hauptfragestellung ist aber, inwieweit die Krankheit den Sprachduktus verändert. Peter Noll, einer der angeführten Autoren, prägte die umgangssprachliche Bezeichnung „Krebsbüchlein“ und stellte fest, dass diese nun vermehrt auftreten. Nach der Enttabuisierung der Krankheit konnte mit dem Schreiben darüber begonnen werden. Die autopathographischen Werke besitzen ihre eigenen sprachlichen Muster, die ich in sechs untergeordneten Kapiteln darstelle und hierbei und in einem gesonderten Kapitel, zu den drei Hauptwerken von Zorn, Foidl und Mauthe Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstreiche. Ein Sonderkapitel befasst sich mit der Sexualität, die bei allen Autoren/Autorinnen eine vorrangige, durch die Krankheit noch intensivierte Rolle spielt.
Abstract
(Englisch)
The basic thesis of this diploma work is, that language and narration change, after a diagnosis of incurable illness. The realization of meaning and expressing those feelings in a written form, develops with duration of the process. Of course, the only way is the autobiographical form, but it isn’t less literary than any other, because there are conformities and homogeneous elements in certain expressions (for example the transcription of the illness, most of all cancer), which this diploma work shows, that confirm a literal status and a, so called, psychological document/writing. Peter Noll, one of the authors this work puts an eye on, founded the specification, of some of this books, as a new genre: cancer-book(s) The main examples are the works of the three authors: Fritz Zorn, Gerold Foild and Jörg Mauthe (in the last part of this diploma work, there are four other, shortly handled writers, Peter Noll, Maxie Wander, Brigitte Reimann and Dora Hauri). From the very beginning of the illness, to the very end of it, also language changes. Sadness, resignation, humour or other feelings flow into the works. Another question (shortly mentioned in a chapter) is about the difference between the male and the female dying. To show that the autopathographical works have their own developed language, I present the most significant passages in six underchapters to show similarities and one main chapter (for the three books of Zorn, Foidl and Mauthe) for showing also differences (different entries) in the subject.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
description of illness in literature Gerold Foidl Fritz Zorn Jörg Mauthe cancer
Schlagwörter
(Deutsch)
Literaturwissenschaft Krankheitsbeschreibung Gerold Foidl Fritz Zorn Jörg Mauthe Krebserkrankung
Autor*innen
Clemens Ottawa
Haupttitel (Deutsch)
Schreiben gegen den Tod
Hauptuntertitel (Deutsch)
Krebs in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 anhand von Gerold Foidls "Scheinbare Nähe", Fritz Zorns "Mars" und Jörg Mauthes "Denmächst"
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
110 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.87 Besondere Literaturkategorien
AC Nummer
AC09394590
Utheses ID
18927
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1