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Die Privatisierung der Wasserversorgung im Süden
eine systemtheoretische Untersuchung der Privatisierungsinitiative
Dominik Spitz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Helmut Jung
DOI
10.25365/thesis.21213
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29163.03376.803170-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Zu Beginn der 1990er Jahre startete die von der Weltbank propagierte Privatisierungsinitiative im Wassersektor. Der private Sektor sollte die Probleme der Wasserversorgung des Südens, welche der öffentliche Sektor nicht imstande war zu lösen, beheben. Nach nahezu zwei Jahrzehnten des Privatisierungswettrennens musste die internationale Entwicklungsgemeinschaft jedoch einsehen, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Noch immer waren nahezu eine Milliarde Menschen ohne Zugang zu einer sicheren Trinkwasserquelle, und die westlichen Wasserkonzerne haben ihren Rückzug aus den Märkten des Südens großteils abgeschlossen.
In der vorliegenden Arbeit wird die Wasserversorgung aus einer systemischen Perspektive beleuchtet, um anhand der daraus gewonnenen Erkenntnisse die Privatisierungsinitiative bzw. das Scheitern ebendieser zu diskutieren. Zudem wird der Versuch unternommen, vom Umfeld bzw. der systemischen Umwelt eines Versorgungsunternehmens Rückschlüsse auf ein geeignetes Organisations- und Finanzierungsmodell abzuleiten.
Als Grundlage der Diskussion erfolgt zunächst ein kurzer Problemaufriss, in dem die globale Versorgungssituation, die wasserbezogene Entwicklungshilfe sowie die Geschichte der Wasserversorgung dargelegt werden. Den theoretischen und methodischen Rahmen bildet die allgemeine Systemtheorie bzw. Kybernetik, welche sich mit der Erklärung und Steuerung komplexer Systeme beschäftigt.
Im Analyseteil werden die verschiedenen Organisations- bzw. Partnerschaftskonzepte besprochen und auf ihre Anforderungen und Beschränkungen abgetastet. Anschließend wird das System Wasserversorgung mittels Sensitivitätsanalyse untersucht, sowie das Umfeld der Wasserversorgung eingehend analysiert. Ziel der Untersuchung ist eine Synthese der Ergebnisse, welche in einem Kriterienkatalog (der als Managementwerkzeug zu verstehen ist) zusammengefasst werden um praktische Grundlagen und Handlungsoptionen für die Suche bzw. Wahl eines geeigneten Organisationsmodells anzubieten.
Dabei hat sich herausgestellt, dass jeglicher Versuch, die Suche nach einem geeigneten Versorgungsmodell in Form einer Pauschallösung zu vereinfachen, dem Systemcharakter der Wasserversorgung sowie der Vielfalt an Organisations- bzw. Kooperationsmodellen widerspricht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wasserversorgung Privatisierung
Autor*innen
Dominik Spitz
Haupttitel (Deutsch)
Die Privatisierung der Wasserversorgung im Süden
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine systemtheoretische Untersuchung der Privatisierungsinitiative
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
199 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Jung
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
74 Geographie > 74.72 Stadtplanung, kommunale Planung
AC Nummer
AC09445448
Utheses ID
18975
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
