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Das Bild der "beschnittenen Frauen" in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
eine Ananlyse der Darstellungsstrategien ausgewählter österreichischer EZA-Organisationen
Angela Scheiber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hanna Hacker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.21215
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29465.49609.489259-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Begründungsmuster der OEZA über die „beschnittenen Frauen“ geben ein differenziertes Bild wieder. Diese werden von internationalen Diskussionen und Organisationen beeinflusst, die im ersten Kapitel der Arbeit behandelt werden. Die Publikationen (Jahres-, Informations-, Projekt-, und Evaluationsberichten) der Organisationen stellen das Analysematerial der Arbeit in den zwei nachfolgenden Kapiteln dar. Die Texte konstruieren durch die verwendeten sprachlichen und bildhaften Darstellungen implizite und explizite Wahrheiten, die zudem bestimmbare Kategorisierungen gegenüber den „beschnittenen Frauen“ sichtbar machen. Die Ansätze der kritischen Diskursanalyse, der Repräsentationsanalyse und der visuellen Grammatik stellen hierfür das methodische Instrumentarium dar. Die Darstellungsstrategien basieren auf den Diskursen der Menschenrechte, Gesundheit, Bildung und Geschlechter, die überdies hinaus miteinander verknüpft sind. Die daraus resultierenden maßgeblichen Kategorien basieren auf der kulturellen Tradition, dem weiblich-schwarzen Körper sowie der beschränkten Stimm- und Machtausübung. Innerhalb dieser Konzepte spiegeln sich auch der (anti-)islamische und der vergangene medizinisch-anthropologische Diskurs wider. Die Klassifizierung der „beschnittenen Frauen“ in die klassische Opferrolle des wehr- und stimmlosen Opfers ist zwar weiterhin vorwiegend vertreten, doch durch den Einbezug komplexer, diskursiver Komponenten fand eine Erweiterung ihrer Darstellungsweise statt. Die „beschnittenen Frauen“ werden zunehmend auch als aktiv handelndes Subjekt kategorisiert, welches wiederum auf die initiierten Aufklärungskampagnen der OEZA, die die Emanzipation der Frauen fördern, zurückzuführen ist. Die Entwicklung einer politisch aktiven Stimme im internationalen Raum zählt dabei jedoch (noch) nicht zu dieser Strategie. Des Weiteren konnte auch die Etablierung von Ideologie- und Normvorstellungen auf Seiten der OEZA aufgedeckt werden, wodurch eine Form der Diskriminierung in Richtung Aus- und Abgrenzung gegenüber den „beschnittenen Frauen“ zum Vorschein kommt.
Abstract
(Englisch)
This thesis tries to explore the discourse about „circumcised women“ in the publications of Austrian development-cooperation organizations. The method is based on the analysis of publications (annual reports, public information material, project- and evaluation reports) as well as the influence of international development organizations to the discourse. The examined texts are constructing implicit and explicit truth(s) by using linguistic and pictorial representational figures, which display definable categorizations of the „circumcised women“. The applied methods are discourse analysis, representational analysis and the interpretation of the visual grammar of images. The depiction of „circumcised women“ is based on and revolves around the discourses of human rights, health, education and gender, which are operating individually as well as intersectionally intertwined. The emerging categorization is based on cultural tradition, the female black body and a limited possibility to exercise or access power. Within these concepts the (anti-)Islamic and the outdated medical-anthropological discourse are manifesting. Even though the „circumcised women“ are consistently being classified as passive victims, some complex discursive components were found, which diversify the depiction of the women. Reluctantly, „circumcised women“ are being categorized as active subjects, which can be ascribed to the awareness raising campaigns initiated by the Austrian development-cooperation. The development of a politically active voice in the international arena is still missing from this strategy of empowerment and emancipation. Furthermore, the establishment of discursive ideologies and norms by the Austrian development-cooperation was revealed by this analysis. These norms appear to add to a discrimination resulting in a discursive delineation and marginalization of the „circumcised women“.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklungszusammenarbeit NGOs GO „beschnittene Frauen“ Repräsentationsformen diskursive Darstellungsstrategien stereotype Kategorisierungen Machtlose Personengruppe
Autor*innen
Angela Scheiber
Haupttitel (Deutsch)
Das Bild der "beschnittenen Frauen" in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Ananlyse der Darstellungsstrategien ausgewählter österreichischer EZA-Organisationen
Paralleltitel (Englisch)
The picture of "circumcised women" in the Austrian development-cooperation
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
135 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hanna Hacker
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC10895484
Utheses ID
18977
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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