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Anthropologie an der Universität Wien
über eine unüberwindbare Kluft oder eine längst fällige Zusammenarbeit
Elise Schabus
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
DOI
10.25365/thesis.21234
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29298.31281.943461-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Bis 1930 gab es an der Universität Wien ein gemeinsames anthropologisch-ethnographisches Institut. Nach zahlreichen universitätsorganisatorischen Umstrukturierungen haben sich zwei voneinander unabhängige anthropologische Studienrichtungen etabliert: Kultur- und Sozialanthropologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Anthropologie (als Studienzweig der Biologie) an der Fakultät für Lebenswissenschaften. Wissen Studierende der Kultur- und Sozialanthropologie bzw. jene der Anthropologie über die jeweils andere Studienrichtung Bescheid? Wie stehen die Lehrenden der jeweils anderen anthropologischen Studienrichtung? Gibt es Interesse an einer Zusammenarbeit oder besteht bereits zumindest ein stetiger Austausch in bestimmten Bereichen? Diese und noch andere Fragen wurden mittels Fragebogen an 168 Studierende sowie 22 qualitativer Interviews mit Lehrenden und Studierenden beider Richtungen zu beantworten versucht. Die Ergebnisse machen vor allem eines deutlich: Studierende wissen sehr wenig über die jeweils andere Studienrichtung Bescheid. Einige Lehrende wären einer gezielteren Vernetzung der beiden Disziplinen gegenüber zwar keineswegs abgeneigt, aktuell besteht aber nur sehr wenig Austausch. Ist diese Distanz zwischen den beiden Disziplinen berechtigt oder wird sie uns auf lange Sicht hin nur blockieren? Ist eine Differenzierung in Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften zukunftsträchtig? Wenn man „den Menschen“ verstehen will, darf man ihn dann entweder als reines „Naturwesen“ oder als reines „Kulturwesen“ betrachten? Diese und ähnliche Fragestellungen können einem interdisziplinären anthropologischen Forschungsansatz an der Universität Wien als Basis dienen, um einem weiteren Auseinanderdriften der Wissenschaften und damit verbundenen Vorurteilen entgegenzuwirken und Raum für echte interdisziplinäre Forschung zu schaffen.
Abstract
(Englisch)
Until 1930, there was only one Anthropologic-Ethnographic Department at the University of Vienna (Austria). After a number of substantial changes concerning the academic and organisational structure of the University of Vienna, however, two separate anthropological departments were established: “Cultural and Social Anthropology” at the Faculty of Social Sciences and “Anthropology” (which is one of the seven branches of Biology) at the Faculty of Life Sciences. Do students know about the respective “other” anthropological sub-discipline? What do teachers think about the “other” anthropological discipline? Are they interested at all in a cooperation of the subfields, or does such collaboration already exist?
Answers to these and other questions are based on the evaluation of 168 questionnaires completed by students and 22 interviews with students and teachers of both subfields. The results have made some things clear: Students know very little about the other disciplines. Some teachers are not opposed to stronger bonds between the two subfields, although there is only little cooperation at the moment. Is the distance between Natural Sciences, Social Sciences and Humanities justified or will it hamper academic research in the future? Does it really make sense to look at the “human being” from either a strictly biological or a strictly social / cultural perspective only, if we truly want to understand the “human being”? These and similar questions could serve as a basis for an interdisciplinary anthropological approach at the University of Vienna, and they might be helpful to prevent the disciplines from drifting (further) apart, and might help to end bias and prejudice while at the same time offering an opportunity for ‘real’ interdisciplinary research.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Anthropology Cultural Anthropology Social Anthropology Physical Anthropology Biological Anthropology Human Biology Biology University of Vienna Four-Field-Approach Interdisciplinarity Biologism Anthropological Society
Schlagwörter
(Deutsch)
Anthropologie Kulturanthropologie Sozialanthropologie physische Anthropologie biologische Anthropologie Humanbiologie Biologie Universität Wien Four-Field-Approach Interdisziplinarität Biologismus Anthropologische Gesellschaft
Autor*innen
Elise Schabus
Haupttitel (Deutsch)
Anthropologie an der Universität Wien
Hauptuntertitel (Deutsch)
über eine unüberwindbare Kluft oder eine längst fällige Zusammenarbeit
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
130, XVIII S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
42 Biologie > 42.88 Physische Anthropologie ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.01 Geschichte der Sozialwissenschaften ,
73 Ethnologie > 73.01 Geschichte der Ethnologie
AC Nummer
AC09418156
Utheses ID
18994
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
