Detailansicht
Migrationsbewegungen im sozioökonomischen Kontext am Beispiel Rumänien
die Kreise Satu Mare und Maramureş
Sarah Luger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Peter Jordan
DOI
10.25365/thesis.21257
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29255.56996.730253-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Migration von Menschen gilt als sehr komplexes Phänomen, das seit Jahrhunderten die Gesellschaft prägt. Verschiedenste wissenschaftliche Ansätze versuchen seit Jahrzehnten das Migrationsverhalten von Individuen und Gruppen auf ihre Ursachen und Folgewirkungen hin zu untersuchen. Es stehen sich hierbei die klassischen Migrationstheorien, wie das Push-Pull Modell von Everett LEE und moderne Ansätze, wie jene der Transmigrationsforschung, welche u.a. von Ludger PRIES vertreten wird, gegenüber. Die Weiterentwicklung der Forschungsansätze ist als Reaktion auf veränderte Lebensweisen und Lebensbedingungen, welche das Migrationsverhalten maßgeblich beeinflussen und gleichzeitig widerspiegeln, zu verstehen. Aus diesem Grund sind viele Ansätze auch komplementär anwendbar und stellen keinen Widerspruch dar sondern liefern verschiedene Sichtweisen.
In Rumänien, einem relativ jungen EU- Mitgliedsland (seit 2007), haben ethnische Migration und Arbeitsmigration eine lange Tradition. Schon vor der EU-Osterweiterung, im Besonderen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, orientierten sich die neuen Staats- und Regierungschefs wirtschaftlich und politisch am Westen. Auch die Migrationsströme, u.a. aus Rumänien, wiesen eine Ost-West Orientierung auf. Mit der EU-Osterweiterung wurden weitere Barrieren aus dem Weg geschafft. Der erwartete Ansturm blieb aber aus. Dies stellt ein erstes Indiz dafür dar, dass das Migrationsverhalten nicht aus rein ökonomischen Gründen erklärt werden kann. Es ist eine interdisziplinäre Vorgehensweise erforderlich um der Komplexität dieses Phänomens gerecht zu werden.
Vor allem im Nordwesten Rumäniens zeichnet sich die Bevölkerung seit jeher durch eine hohe Mobilitätsbereitschaft aus, die sich überwiegend in Richtung Westen orientiert. Dies erklärt sich unter anderem aus der geographischen Distanz und der historisch-kulturellen Verbundenheit. Die Folgewirkungen dieser Migrationsbewegungen machen sich nicht nur im Ziel- sondern auch im Herkunftsland bemerkbar, z.B. durch veränderte Lebensweise und Lebensstandards.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Rumänien
Autor*innen
Sarah Luger
Haupttitel (Deutsch)
Migrationsbewegungen im sozioökonomischen Kontext am Beispiel Rumänien
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Kreise Satu Mare und Maramureş
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
Getr. Zählung : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Jordan
Klassifikation
74 Geographie > 74.00 Geographie, Anthropogeographie: Allgemeines
AC Nummer
AC09385403
Utheses ID
19017
Studienkennzahl
UA | 190 | 456 | 347 |
