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International migration intentions in the next generation of Malawian nurses
insights and policy suggestions from an exploration into the biographies and life plans of bachelor of nursing graduates in Lilongwe
Christiane Voßemer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Petra Dannecker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.21303
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29507.92697.257569-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das malawische Gesundheitssystem leidet unter einem starken Fachkräftemangel, zu dem auch die internationale Migration von Krankenpfleger_innen beiträgt. Diese Arbeit betrachtet die biographischen Dimensionen der Migrationsabsichten junger Krankenpflegestudent_innen mit Universitätsabschluss: Inwieweit sind Migrationsabsichten von Relevanz innerhalb ihrer Lebensplanung? Welche kollektiven Erfahrungen sowie Anschauungen zu Migration, welche Lebenskonzepte und Selbstverständnisse erklären diese biographische Bedeutung von Migration? Welche Konsequenzen erwachsen hieraus für die Entwicklungspolitik zur Förderung des Verbleibs von Krankenpfleger_innen im malawischen Gesundheitssystem und zur Stärkung des brain gain durch Migration von Pflegefachkräften? In einer explorativen qualitativen Studie nach dem Grounded Theory Ansatz wurden hierzu empirische Daten erhoben und analysiert. Die Studie beleuchtet die biographischen Verankerungen von Migrationsabsichten in den diversen Lebensprojekten der Pflegefachkräfte und analysiert Bezüge ihrer Migrationswünsche zu ethischen und religiösen Leitlinien des Lebensentwurfs, sozialen Ansichten über Migration sowie emanzipativen und globalisierten Selbstkonzepten. Die Ergebnisse der Studie weisen auf eine zentrale Rolle von Migration in der Lebensplanung der Studierenden hin. Migration wird assoziiert mit beruflicher Karriere, modernen Lebensstilen sowie der Emanzipation von Gender-Rollen. Die Ausgangsbedingungen des Gesundheitssystems aber auch gesellschaftliche Rollenzuschreibungen in Malawi werden hingegen als fundamentale Hindernisse in der Verwirklichung des Lebensplans wahrgenommen. In den Studienergebnissen kommen ein hohes Migrationspotential der Pflegekräfte, aber auch Potentiale für ihren Verbleib bzw. eine Rückkehr in das malawische Gesundheitssystem zum Ausdruck. Ausgehend von den Ergebnissen wird empfohlen, den Zugang zu Weiterbildung und beruflichem Aufstieg zu erweitern, Empowerment durch Migration zu fördern und informierte Migrationsentscheidungen zu erleichtern. Eine aktive Migrationpolitik in internationaler Partnerschaft mit der Entwicklungszusammenarbeit und den Hauptzielländern von malawischen Pflegefachkräften wird angeregt.
Abstract
(Englisch)
The international migration of nurses constitutes an important factor in Malawi's human resources for health crises. This thesis explores the biographic aspects of migration intentions among nursing graduates, asking how far migration is relevant to the life planning of students with a nursing degree, exploring collective experiences and ideas of migration and their relation to students' life scripts and self-identities and consequences for the design of development policies to improve the retention of nurses and the brain gain from nurses’ migration. Following a micro-sociological approach, empirical data was collected an analysed in an exploratory qualitative research applying the grounded theory methodology. The study traces and clarifies the biographic anchors of nursing graduates' migration intentions in their various life projects. It analyses the interactions between migration prospects and biographically guiding religious and ethic concepts of life, social images of migration as well as emancipative and globalized self-identities. Migration constitutes an essential element of most students' life plans, connected with ideas of professional career, gender empowerment, individualization and modern life styles. By contrast, the conditions of the Malawian health system as well as constellations of social roles in the country are perceived as barriers to realize the individual life plan. The concluded suggestions to improve the retention of nursing graduates concern the access to further training and professional development, the political consideration of the empowerment aspect of migration and the facilitation of informed migration decision-making. An active political approach to migration and international partnership with development cooperation and destination countries are proposed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
international migration Malawi Africa health system development cooperation nursing life planning post-colonialism brain drain skills shortage
Schlagwörter
(Deutsch)
Internationale Migration Malawi Afrika Gesundheitssystem Entwicklungszusammenarbeit Krankenpflege Lebensplanung Postkolonialismus brain drain Fachkräftemangel
Autor*innen
Christiane Voßemer
Haupttitel (Englisch)
International migration intentions in the next generation of Malawian nurses
Hauptuntertitel (Englisch)
insights and policy suggestions from an exploration into the biographies and life plans of bachelor of nursing graduates in Lilongwe
Paralleltitel (Deutsch)
Migrationsabsichten in der nächsten Generation Malawischer KrankenpflegerInnen ; Einblicke und Politikempfehlungen aus den Biographien und Lebensplanungen von KrankenpflegerInnen mit Bachelorabschluss
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
151 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Petra Dannecker
Klassifikationen
44 Medizin > 44.19 Gesundheitswesen: Sonstiges ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.79 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC10896380
Utheses ID
19056
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1