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Bäuerliches und städtisches Leben im Hoch- und Spätmittelalter
Verena Denkmayr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Andreas Schwarcz
DOI
10.25365/thesis.21351
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30357.30963.725361-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Diplomarbeit „Bäuerliches und städtisches Leben im Hoch- und Spätmittelalter“ wird einerseits das Leben im Dorf und andererseits das Leben in der Stadt thematisiert. Im Mittelalter waren 90 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Diese Bauern waren Hörige – Unfreie – und waren von einem Grundherrn abhängig. Das einfache und triste Leben der Bauern war geprägt von Arbeit, der sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nachgingen. Im Hochmittelalter gab es zwar einige agrartechnische Neuerungen, wie den Bodenwendepflug, doch stellten diese kaum eine körperliche Entlastung der Bauern dar. Auch beim Wohnen und der Ernährung herrschten meist sehr einfache und karge Zustände. Die kleinen Hütten waren feucht, dunkel und oft voll Ungeziefer. Die Ernährung der Bauern war meist sehr einseitig und vorwiegend Brot aus Roggen, der wichtigsten Getreideart, bildete die Hauptnahrungsquelle.
Doch vor allem durch die zahllosen Städtegründungen, die um 1300 ihren Höhepunkt erreichten, zogen viele Bauern das städtische Leben dem ländlichen vor. Besonders der Wunsch, sich aus den Zwängen der Grundherrschaft zu befreien, nach dem Grundsatz „Stadtluft macht frei“, führte zu einem rasanten Zuwachs in den Städten. Neben den Großstädten wie Paris, London, Mailand, die jeweils um die 100.000 Einwohner hatten, gab es aber eine viel größere Anzahl von Klein- und Zwergstädten, in denen oft nur 500 Einwohner lebten. Doch auch in der mittelalterlichen Stadt, in der der Rat auf Basis seiner Stadtrechte das Sagen hatte, herrschte eine differenzierte Gesellschaftsstruktur. War hier zwar durch das städtische Patriziat eine vermögende Oberschicht vorhanden, fristete eine Vielzahl der Bewohner ein trostloses Dasein. Neben Bettlern, Tagelöhnern und Invaliden gab es eine Fülle von unangesehenen Berufen, wie beispielsweise den Beruf des Henkers, des Totengräbers. Auch beim städtischen Wohnen vollzog sich eine Trennung in Arm und Reich. Lebte die städtische Oberschicht bereits in Steinhäusern mit verglasten Fenstern, mussten die Mittellosen häufig in kleinen Buden und Kammern hausen, die ihnen zur Miete zur Verfügung standen. Auch auf die hygienischen Bedingungen innerhalb der städtischen Mauern wird im Speziellen eingegangen.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with "Rural and urban life in the High and Late Middle Ages". In the Middle Ages, 90 percent of the population worked in agriculture. The peasants were Hörige – Unfreie - and were dependent on a landlord. The simple and sad life of them was dominated by work from morning to night. Although there were some agro-technical innovations in the High Middle Ages such as the soil turning plough, there was hardly any physical relief for the peasants. In addition, living and diet were simple and meager. The small huts were damp, dark and often full of vermin. The peasants’ diet was usually one-sided; especially rye bread, the most important cereal, was the main source of food.
The foundation of numerous of cities, which reached its peak in 1300, was the reason why many peasants chose urban instead of rural life. Above all, the desire to break free from the constraints of the basic rule "City air makes free" was the principle that led to a rapid growth in the cities. Besides big cities like Paris, London or Milan, which each had about 100,000 citizens, there was a much larger number of small towns, often with just 500 inhabitants. But even in the medieval city, in which the Council based on its town charter was in charge, was a differentiated social structure. Although there was a wealthy upper class that was built through the urban patrician, there was also a large number of residents which struggled for life. Besides beggars, day labourers and disabled people, there was an abundance of professions that weren’t appreciated, such as the executioner or the gravedigger. Also, there was a separation of rich and poor concerning urban living. The urban upper class could afford stone houses with glass windows, the poorer people had to live in small chambers, which they had to rent. Moreover, this thesis outlines the sanitary conditions in urban life in the High and Late Middle Ages.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Stadt Land Bauern Bürger Landwirtschaft Bürgerhaus Hochmittelalter Spätmittelalter
Autor*innen
Verena Denkmayr
Haupttitel (Deutsch)
Bäuerliches und städtisches Leben im Hoch- und Spätmittelalter
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
112 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Schwarcz
Klassifikation
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter
AC Nummer
AC09589117
Utheses ID
19099
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
