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Physische, psychische und soziale Auswirkungen gezielter Bewegungs- und Sportangebote auf Jugendliche und junge Erwachsene mit cerebralen Bewegungsstörungen
Christoph Panholzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Maria Dinold
DOI
10.25365/thesis.21424
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29830.27135.624470-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
FRAGESTELLUNG: Gegenstand dieser Diplomarbeit ist es die physischen, psychischen und sozialen Auswirkungen von gezielten Bewegungs- und Sportangeboten auf Jugendliche und junge Erwachsene mit Cerebralparese zu untersuchen. Therapeutische Inhalte wie Dehnprogramme, Rumpfstabilisation und kognitives Training einerseits, und sportliche Interventionen wie Radfahren, Trampolinspringen, Schwimmen, Geschicklichkeits- und Ballspielen andererseits wurden über einen Zeitraum von 3 Wochen im Rahmen eines Sommercamps durchgeführt. Im einführenden theoretischen Teil der Arbeit erfolgt eine Darstellung verschiedener cerebraler Bewegungsstörungen sowie deren Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Ausführlich wird dabei auf die Cerebralparese und die konduktive Mehrfachtherapie eingegangen.
METHODIK: Um Auskunft über die physischen bzw. funktionellen oder motorischen Auswirkungen von Bewegung und Sport zu erhalten, wurden motorische Tests mittels des GMFM der Items D (Standing) und E (Walking, Running, Jumping) und des Timed „Up & Go“ Tests vor und nach der 3-wöchigen Interventionsperiode durchgeführt. Um mehr Informationen zu erhalten, wurden fokussierte Leitfadeninterviews mit Therapeut/innen, Eltern sowie Campteilnehmer/innen analysiert. Auch die sozialen und psychischen Auswirkungen wurden mittels Interview erhoben.
ERGEBNISSE: Nach den drei Interventionswochen konnten sowohl beim GMFM (+17,8 Punkte ± 8,2; n=6) als auch beim Timed „Up & Go“ Test (-7,5 Sekunden ± 7,2; n=6) im Mittel deutliche Verbesserungen erreicht werden. Als signifikant konnte der Unterschied jedoch nur beim GMFM (p=0,03; n=6) bezeichnet werden. Die Ergebnisse aus den motorischen Tests decken sich mit den Aussagen von Eltern, Teilnehmer/innen und Therapeut/innen, die sowohl von physischen als auch von funktionellen Verbesserungen im Rahmen der Sommer-Intensiv-Therapie- und Erlebniswochen (SITEW) berichten. Jedoch wird auch betont, dass die physischen Benefits mit steigendem Alter in den Hintergrund treten und physische sowie soziale Auswirkungen von Bewegung und Sport an Bedeutung gewinnen. Das Setting in Rahmen der SITEW ermöglicht den Teilnehmer/innen eine Weiterentwicklung ihrer Selbstständigkeit. Außerdem wird Sport als Möglichkeit gesehen therapeutische Inhalte spielerisch umzusetzen.
ERKENNTNISSE: Die Interviewten sehen die eingeschränkten sozialen Kontakte von Menschen mit Behinderung und die Abhängigkeit von angeleiteten Bewegungsangeboten als Gründe dafür, dass wenig Sport betrieben wird. Berücksichtigt man die zahlreichen positiven Effekte von Bewegung und Sport, würden Kinder und Jugendliche mit Cerebralparese umso mehr von einer Erweiterung jenes Angebots profitieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Cerebralparese cerebrale Bewegungsstörungen
Autor*innen
Christoph Panholzer
Haupttitel (Deutsch)
Physische, psychische und soziale Auswirkungen gezielter Bewegungs- und Sportangebote auf Jugendliche und junge Erwachsene mit cerebralen Bewegungsstörungen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
123 , 97 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maria Dinold
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.27 Körperbehindertenpädagogik
AC Nummer
AC09385960
Utheses ID
19156
Studienkennzahl
UA | 190 | 482 | 299 |
