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Beendigungen von Arzt-Patienten-Gesprächen
Fallstudien vom Beginn und Ende physikalischer Therapieverläufe
Elke Christina Brandner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Florian Menz
DOI
10.25365/thesis.21443
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29781.33420.353665-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der interaktiven Herstellung von Gesprächsenden in der Institution Krankenhaus. Anhand vierer Fallbeispiele werden die kommunikativen Bausteine identifiziert und erläutert, mittels welcher die Interagierenden ihre Gespräche zu Ende bringen.
Methodisch wurde ein gesprächsanalytischer Zugang gewählt, der sowohl die Zerlegung der Interaktionen in ihre Einheiten erlaubt, als auch die Gesamtstruktur eines jeden Gesprächs sowie seine Wechselbeziehung zum jeweiligen Kontext erfasst. Untersucht wurden Arzt-Patienten-Gespräche auf der Station für physikalisch-medizinische Rehabilitation im Allgemeinen Krankenhaus Wien. Zwei der Gespräche sind sogenannte Erstgespräche, die am Beginn der therapeutischen Betreuung an der Station stehen. Sie geben Zeugnis davon, dass die Erstgespräche an betreffender Station vorwiegend dazu dienen, die neuen Patient/inn/en in die Institution einzubinden, und nicht zur Initiierung von Arzt-Patienten-Beziehungen genutzt werden. Darüber hinaus zeigt sich an den untersuchten Gesprächen die geringe Beteiligung der Patientinnen in der Planung ihrer Behandlungen und, dass statt einer gemeinsamen Therapieplanung lediglich eine Therapiemitteilung durch die Ärzte stattfindet. Die anderen beiden Gespräche aus dem vorliegenden Korpus sind sogenannte Kontrollgespräche, werden jedoch in ihrem Verlauf als Abschlussgespräche konstituiert. Diese Konstituierung und interaktive Aushandlung des Therapieendes werden an den Abschlussgesprächen skizziert. Es wird deutlich, dass paradoxerweise gerade in diesem Gesprächstyp beziehungsrelevante Faktoren von den Ärzten schlagend gemacht werden.
Da es sich bei den untersuchten Gesprächen um Interaktionen im Rahmen von institutioneller Kommuniktion handelt, wurde besonderes Augenmerk auf die institutionellen Spezifika dieser kommunikativen Ereignisse gelegt. Es konnte zwar die für Arzt-Patienten-Kommunikation typische Rollen- und Zuständigkeitsverteilung gezeigt werden, die den Ärzten in einem weit größeren Maß als den Patient/inn/en Einfluss auf das Vorankommen zu und in den Beendigungsphasen verschafft. Es wurde jedoch auch sichtbar, dass letztlich die nonverbalen Handlungen der Patient/inn/en über den Zeitpunkt des Gesprächsendes entscheiden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
doctor-patient-communicaton medical communication interactional closing closing section speech analysis
Schlagwörter
(Deutsch)
Arzt-Patienten-Kommunikation medizinische Kommunikation Gesprächsbeendigung Gesprächsanalyse
Autor*innen
Elke Christina Brandner
Haupttitel (Deutsch)
Beendigungen von Arzt-Patienten-Gesprächen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Fallstudien vom Beginn und Ende physikalischer Therapieverläufe
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
184 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Florian Menz
Klassifikationen
AC Nummer
AC09354294
Utheses ID
19173
Studienkennzahl
UA | 328 | | |
