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Die Seele des Schwachsinnigen
ideengeschichtlicher Zugang über Veränderungen in der Sichtweise der "Inneren Welt" geistig abnormer Menschen von 1880 bis 1930 unter Berücksichtigung eines möglichen Einflusses psychoanalytischer Theoriebildung
Stefan Zöchmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Johannes Gstach
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.21552
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29584.92120.935359-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich das wissenschaftliche Verständnis der Vorstellung über die „Innere Welt“, die anthropologische Sichtweise und die Behandlung des geistig behinderten Menschen vom 19. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert verändert hat. Es soll festgestellt werden, inwiefern die um 1900 entwickelte psychoanalytische Theorie nach Freud Einfluss auf die Vorstellungen zu Behandlungsmaßnahmen geistig behinderter Menschen gehabt haben könnte. Die Forschungsfrage lautet: „Welche Veränderungen im ideengeschichtlichen Entwicklungsverlauf über die Vorstellungen der ‚Inneren Welt‘, der anthropologischen Sichtweisen und der Behandlung geistig behinderter Menschen lassen sich aus Quellentexten von 1880 bis 1930 erkennen, und welchen Einfluss übte die Entwicklung der psychoanalytischen Theoriebildung ab 1900 darauf aus?“ Zu ihrer Beantwortung wurden im theoretischen Teil die Ansichten wissenschaftlicher Autoren des 19. und beginnenden 20. Jahrhundert über geistig behinderte Menschen dargestellt und die Entwicklung der psychoanalytischen Theorie nach Freud skizziert. Im empirischen Teil wurden mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) für die Untersuchung relevante Textpassagen aus Publikationen ausgewertet und interpretiert. Die Untersuchung brachte das Ergebnis, dass die Vorstellungen über geistige Behinderung vom 19. zum 20. Jahrhundert größtenteils unverändert blieben. Geistig behinderte Menschen wurden sowohl am Ende des 19. als auch Anfang des 20. Jahrhunderts als größtenteils triebgesteuert betrachtet. Im 20. Jahrhundert wurde aber von einem Vorhandensein der Seele beim geistig behinderten Menschen ausgegangen. Die Idee einer psychotherapeutischen Behandlung bei geistig behinderten Menschen existierte bereits am Ende des 19. bzw. am Beginn des 20. Jahrhunderts. Die psychoanalytische Methode nach Freud wurde von Psychiatern eher abgelehnt. Stattdessen forderten sie primär (heil)pädagogische Behandlungsmethoden bei geistiger Behinderung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Innere Welt Geistig behinderter Mensch Psychoanalyse dunkle Gedanken Anthropologische Sichtweise über geistig behinderte Menschen/ Veränderungen in den Behandlungsmaßnahmen geistig behinderter Menschen
Autor*innen
Stefan Zöchmann
Haupttitel (Deutsch)
Die Seele des Schwachsinnigen
Hauptuntertitel (Deutsch)
ideengeschichtlicher Zugang über Veränderungen in der Sichtweise der "Inneren Welt" geistig abnormer Menschen von 1880 bis 1930 unter Berücksichtigung eines möglichen Einflusses psychoanalytischer Theoriebildung
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VII, 120 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johannes Gstach
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.01 Geschichte der Pädagogik und Erziehung ,
80 Pädagogik > 80.02 Philosophie und Theorie der Pädagogik ,
80 Pädagogik > 80.26 Geistigbehindertenpädagogik ,
80 Pädagogik > 80.36 Erziehung und Gesellschaft ,
80 Pädagogik > 80.40 Erziehungsinhalte: Allgemeines ,
80 Pädagogik > 80.43 Intellektuelle Bildung ,
80 Pädagogik > 80.44 Soziale Erziehung ,
80 Pädagogik > 80.47 Sexualerziehung
AC Nummer
AC09595392
Utheses ID
19275
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
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