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Der historiographische Wandel im Hinblick auf den Westfälischen Frieden
Roland Lechner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Alfred Kohler
DOI
10.25365/thesis.21561
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30134.74974.332363-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem historiographischen Wandel, der sich im Hinblick auf den Westfälischen Frieden vollzogen hat. Es gibt nur wenige Ereignisse, die einen solch bemerkenswerten Paradigmenwechsel erlebt haben.
Der Westfälische Friedenskongress und die dort ausgehandelten Verträge von Münster und Osnabrück, hatten eine enorme Bedeutung. Sie beendeten eine Reihe von langen und schrecklichen Konflikten, die als Dreißigjähriger Krieg bezeichnet werden und veränderten die politische und konfessionelle Landkarte des Heiligen Römischen Reiches.
Die Wichtigkeit des Westfälischen Friedens für das Heilige Römische Reich und seiner Stände ist unumstritten. Er bedeutete eine gewisse Schwächung der Position des Kaisers und eine Stärkung der Reichsstände. Der Religionsfriede von Augsburg wurde bestätigt und auf die Reformierten ausgedehnt und der 1.1.1624 galt als Stichtag für das Eigentum jeder Konfessionspartei.
Für Europa bedeutete der Frieden ebenfalls große Änderungen, die noch lange nachwirken sollten. So erhielt zum Beispiel Frankreich den Elsass, während Schweden einen Teil von Pommern bekam.
Wurde der Westfälische Frieden von Zeitzeugen noch als das Ende eines zerstörerischen Krieges gefeiert, wurde er von allem im 19. Jahrhundert von deutschen Historikern eher abgelehnt.
Ein Paradigmenwechsel setzte erst mit dem großen Projekt der Acta Pacis Westphalicae von Konrad Repgen ein. Heutige Historiker setzen sich mit dem Westfälischen Frieden deutlich objektiver auseinander.
Ferdinand III. wird nun nicht mehr als großer Verlierer des Kongresses gesehen, während der Sieg Frankreichs wegen des Aufstandes der Fronde immer mehr relativiert wird.
Dieser historiographische Wandel ist bemerkenswert und es ist das Ziel dieser Arbeit ihn zu untersuchen.
Abstract
(Englisch)
The subject of this degree dissertation will be the paradigm shift in view of the Westphalian peace treaty. There are few historical events which went through such a remarkable paradigm shift.
The congress of Westphalia and the treaties of Münster and Osnabrück had a big significance. They concluded a series of long and horrible conflicts: the Thirty Years War. Thus the political and denominational map of the Holy Roman Empire was changed forever.
The importance of the Westphalian peace treaty for the Holy Roman Empire and it’s estates remains undisputed. The position of the emperor was weakened, while the estates got more influence. The religious peace of Augsburg was confirmed and extended to the Reformed Church. January 1st 1624 became the set date for the property of every denominational party.
The peace meant big changes for Europe too. For example France received Alsace, while Sweden got a part of Pommerania.
The people of the 17th century celebrated the Westphalian peace treaty as the conclusion of a destructive war. On the other hand many German historians of the 19th century rejected the agreement.
A paradigm shift happened after Konrad Repgen published his great project of the “Acta Pacis Westphalicae”. Nowadays historians write much more objectively about the Westphalian peace treaty.
Ferdinand III. is no longer regarded as the unlucky loser of the congress. On the other hand the victory of France is relativized because of the rebellion of the Fronde.
This paradigm shift is remarkable and therefore will be the subject of this degree dissertation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Historiographie Historiographischer Wandel Westfälischer Frieden
Autor*innen
Roland Lechner
Haupttitel (Deutsch)
Der historiographische Wandel im Hinblick auf den Westfälischen Frieden
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
86 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alfred Kohler
Klassifikation
15 Geschichte > 15.01 Historiographie
AC Nummer
AC09413773
Utheses ID
19281
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
