Detailansicht
Auswirkungen von Regelveränderungen in kompetitiven Ballspielen auf Mitspielende mit heterogener Spielfähigkeit
eine experimentelle Untersuchung
Jenny Zugschwert
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Michael Kolb
DOI
10.25365/thesis.21622
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29316.85415.672269-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In einem kompetitiven Ballspiel ist es - aufgrund der Wettkampfstruktur - besonders
schwierig, Mitspielende mit unterschiedlichen Spielfähigkeiten gleichermaßen zu fördern.
Da der Spielgewinn sehr stark von Mitspielenden mit ausgeprägter Spielfähigkeit abhängig
ist, werden Mitspielende mit basaler Spielfähigkeit nicht bzw. wenig in das Spielgeschehen
involviert und verlieren dadurch oft die Motivation am Spiel teilzunehmen. Aufgrund
der geringeren Teilhabe können sie ihre Spielfähigkeit auch selten verbessern. Auf
diese Weise werden Mitspielende mit ausgeprägter Spielfähigkeit in ihrem Spielkönnen
gefördert und Mitspielende mit basaler Spielfähigkeit oft benachteiligt.
Für die Magisterarbeit wurde eine experimentelle Untersuchung durchgeführt, die sich mit
der Fragestellung beschäftigt, ob spezielle Regelveränderungen in kompetitiven Ballspielen
bei 11- bis 12-jährigen Schülern und Schülerinnen der AHS-Unterstufe mit heterogener
Spielfähigkeit eine relativ gleiche Spielteilhabe bewirken. Die Forschungsfrage ist für
die Schulsportdidaktik bedeutend, da sie sich damit auseinandersetzt, auf welche Weise
allen Schülern und Schülerinnen annähernd gleiche Lern- und Teilhabechancen in wettbewerbsorientierten
Ballspielen im Fach Bewegung und Sport ermöglicht werden können.
In einer experimentellen Untersuchung wurde getestet, ob die regelveränderten Spiele
Aufsetzer- und Korfball relativ gleiche Teilhabe aller Mitspielenden bewirken. Um die
Spielteilhabe zu ermitteln, wurden die Gesamtlaufdistanzen der einzelnen Mitspielenden
erfasst sowie Videobeobachtungen und Fragebogenerhebungen durchgeführt und analysiert.
Interessanterweise differierten die wahrgenommene, gemessene und beobachtete Spielteilhabe
der Schüler und Schülerinnen. In dem veränderten Spiel Korfball waren die Häufigkeiten
der Zielwurfversuche der Mitspielenden mit heterogener Spielfähigkeit recht ähnlich.
Die Laufdistanzen, Ballbesitze und das Passverhalten glichen sich in den veränderten
Spielen nicht an.
Allerdings schätzten die Kinder ihren Ballbesitz, ihr Passverhalten und ihr Zusammenspiel
mit dem eigenen Team in Korfball relativ gleich ein. In Aufsetzerball war die Spielfreude
der Kinder mit unterschiedlicher Spielfähigkeit ähnlich.
Abstract
(Englisch)
It is very difficult to support players with heterogeneous playing properties in competitive
ball games equally. Ball game success depends very much on the experience of players.
Therefore players with basic playing properties are very often less involved in these
games. As a consequence they may loose their motivation to participate in a ball game
and do not improve their playing properties. In addition to this, the gap between the playing
properties of pupils is getting bigger.
For the master’s thesis a pilot study has been carried out, which deals with the research
question: Is it possible to achieve equal participation opportunities of players with heterogeneous
playing properties by introducing special rules in competitive ball games with 11 -
12 year-old pupils of AHS lower cycle? The research interest focuses on the possibility of
achieving equal participation opportunities of all pupils in competitive ball games in school
sports. Therefore it is on special interest of Sports Didactics.
The hypothesis, that Aufsetzer- and Korfball evoke equal participation opportunities, has
been tested in an experimental research. The game participation has been calculated by
capturing the running distances of the players. Additionally a video surveillance and a
questionnaire survey have been conduced.
Interestingly the perceived, measured and observed participation of the pupils differed. In
the modified game korfball players with heterogeneous playing properties tried to throw
equally often into the target. Running distances, possession of the ball and behaviour of
passing didn’t differ between the original and modified games.
However, in Korfball the children estimated the possession of the ball, behavior of passing
and teamplaying equally. In Aufsetzerball the childrens‘ joy in performing was equal.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
kompetitive Ballspiele Schulsportunterricht alle Mitspielenden gleiche Teilhabechancen Regelveränderungen unterschiedliche Spielfähigkeiten
Autor*innen
Jenny Zugschwert
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkungen von Regelveränderungen in kompetitiven Ballspielen auf Mitspielende mit heterogener Spielfähigkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine experimentelle Untersuchung
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
99 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Kolb
Klassifikationen
76 Sport > 76.14 Sportspiele ,
80 Pädagogik > 80.70 Erziehungspraxis
AC Nummer
AC09433383
Utheses ID
19327
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
