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Vom Plan zum Markt – Die Sowchose Sagajdag im Kirovograder Oblast / Ustinovski Rajon
Matthias Beitl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Dieter Kramer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.278
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29871.64714.443569-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit führt in die Wiesensteppenzone der Zentralukraine und untersucht die dörfliche Gesellschaft einer Sowchose (einem stattlichen Landwirtschaftskollektiv) im Wesentlichen innerhalb des Zeitraumes 1993 bis 1996. Der Alltag im Dorf ist von den dynamischen Transformationsprozessen Anfang und Mitte der 1990er Jahre geprägt. Es ist die Zeit, in der gewohnte Ordnungen zerfallen, und neue Orientierungs- und Handlungslinien noch nicht etabliert sind. Die Arbeit basiert primär auf Interviews, Aufzeichnungen aus teilnehmender Beobachtung und Forschungstagebuch. Literatur wurde für die Beschreibung agrarökonomischer Zusammenhänge, Agrargeschichte sowie Theorie und Praxis der Feldforschung herangezogen. Ein breiter Raum ist der Komplexität der Feldforschungspraxis in einem dynamischen Forschungsfeld gewidmet. Während der Vorbereitung dieser Arbeit hat sich gezeigt, dass das System „Sowchose“ insbesondere in den Kulturwissenschaften nur wenig bekannt ist. Die Struktur der Arbeit folgt zunächst einem klassischen Aufbau, indem geographische, demographische und ökonomische Rahmenbedingungen erläutert werden. Ein agrargeschichtliches Kapitel versucht in groben Schritten den gegenwärtigen Problemen des ländlichen Raumes historische politisch/ökonomische Entwicklungen voranzustellen. Dadurch werden Handlungsweisen und Irritationen der lokalen Gesellschaft in der neuen Lebenssituation möglicherweise transparenter und nachvollziehbarer. Die Arbeit fokussiert zunehmend auf den Alltag im System, wenn über die großen ökonomischen Bedingungen auf die Protagonisten und ihre Umwelt in der Betriebshierarchie eingegangen wird. Hier wird deutlich, wie komplex das Gefüge einer Sowchose als Wirtschafts- und Sozialort ist. Denn sie hatte nicht nur ökonomische sondern auch ausgeprägte kommunale Aufgaben. Ein abschließendes Kapitel eröffnet schließlich den Dialog zwischen Forscher, Feld, Individuen und deren Alltagen. Hier wird noch einmal deutlich, wie das „Auge des Ethnographen“ (Heinrichs) von den Ereignissen gelenkt wird und welche Schwerpunkte sich in der Forschungsbewegung ergeben. Zugleich verschafft sich der/die Leser/in einen Zugang zu den Alltagen der Individuen im Dorf. In Momentaufnahmen sind kulturelle Aspekte einer in dynamischen Wandel befindlichen Gesellschaft zur Mitte der 1990er Jahre festgehalten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sowchose Ukraine Zentralukraine Landwirtschaft Transformation
Autor*innen
Matthias Beitl
Haupttitel (Deutsch)
Vom Plan zum Markt – Die Sowchose Sagajdag im Kirovograder Oblast / Ustinovski Rajon
Publikationsjahr
2007
Umfangsangabe
179 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dieter Kramer
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein: Allgemeines ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
48 Land- und Forstwirtschaft > 48.00 Land- und Forstwirtschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC06718886
Utheses ID
194
Studienkennzahl
UA | 308 | 295 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1