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Set in supermodernity
non-places in contemporary drama
Ursula Rathensteiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rudolf Weiss
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.21755
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29654.77375.960569-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Spezielle Stätten wie Shoppingtempel, Autobahnen, Urlaubsressorts oder Flughäfen, Örtlichkeiten die Marc Augé als „Nicht-Orte“ bezeichnet, werden häufig als Schauplatz für Filme und Romane verwendet. In der Gattung ‚Drama‘ finden diese noch relativ selten Berücksichtigung. Es gibt allerdings einige wenige Dramatiker, die versucht haben, das narrative Potential von Nicht-Orten zu aktivieren, um die zeitgenössische, ‚supermoderne‘ Welt abzubilden. Augés Postulate bilden den theoretischen Rahmen für die Analyse; er versteht unter ‚Nicht-Orten‘ „spaces which cannot be defined as relational, or historical, or concerned with identity”, also Räume, die keine Beziehungen zu anderen aufbauen, keine Vergangenheit haben und sich nicht mit Identität beschäftigen. Diese besonderen Lokalitäten sind das Gegenteil von anthropologischen Orten. Sie finden für verschiedene Zwecke Verwendung, ihre Funktion steht meist im Vordergrund. Oft bringt man sie in Verbindung mit aktuellen Phänomenen wie Urbanisierung, Globalisierung, Mobilität und Konsumkultur. Aufgrund der Vorherrschaft der Funktion, ist die Benutzung dieser Örtlichkeiten streng geregelt; Augé spricht sogar von einem „stummen Vertrag“, der als Verhaltensgrundlage dient. Diesen muss jeder Mensch ‚unterzeichnen‘, wenn er einen dieser Nicht-Orte betritt. Die Regeln basieren auf den Rollen, die von Transaktionen wie Einkaufen, Fernsehen und Urlaub machen, um nur einige zu nennen, festgelegt sind. Nicht-Orte scheinen Menschen auf ihre Parts als Fahrer, Passagiere, Kunden, etc. zu reduzieren und ihnen dabei gleichzeitig ein gewisses Maß an Anonymität zu gewähren. Der Fokus einer literarischen Analyse von Dramentexten, die entweder jene speziellen Räume als Schauplätze haben oder sich extensiv mit diesen auseinandersetzen, muss auf der Repräsentation solcher Nicht-Orte auf verschiedenen Textebenen liegen. Anhand von ‚Close reading‘ von Paratext, Regieanweisungen und Dialogen aller ausgewählten Stücke von Simon Stephens, Neil LaBute, Tanika Gupta und Patrick Marber wird gezeigt, wie diese Nicht-Orte repräsentiert werden und Figuren sich auf diese einlassen, in ihren Rollen aufgehen oder diese ablehnen.
Abstract
(Englisch)
Extraordinary locations such as, for instance, shopping malls, motorways, holiday resorts or airports, which Marc Augé calls “non-places”, function as settings for numerous movies and novels. In the genre of drama they are not as widespread yet. Nevertheless, there are playwrights who try to activate the narrative potential of non-places in order to depict the ‘supermodern’ world. To establish a theoretical framework, non-places are, according to Augé’s theory, “spaces which cannot be defined as relational, or historical, or concerned with identity”. These special locations, the opposite of anthropological places, serve different purposes, quite often connected to contemporary phenomena such as urbanisation, globalisation, increasing mobility and consumer culture. Due to their orientation towards function, their usage is regulated through rules and regulations. Those are part of what Augé calls a “silent contract”, which every person is obliged to ‘sign’ at entering. The code of conduct formulated in it is based on the roles required for business deals, holiday trips or watching TV, to name but a view. Non-places seem to reduce people to passengers, drivers, customers, etc., and granting them a certain amount of anonymity. A main focus of a literary analysis of plays set partly or dealing extensively with such non-places is to present the representation at several textual levels. A close reading of paratext, secondary text and dialogue proper shows how these non-places are represented and how the protagonists deal with them, whether they are reduced to their roles, take advantage of those locales for their own purposes or reject them and their roles.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
drama non-places Simon Stephens Neil LaBute Tanika Gupta Patrick Marber
Schlagwörter
(Deutsch)
Drama Nicht-Orte Simon Stephens Neil LaBute Tanika Gupta Patrick Marber
Autor*innen
Ursula Rathensteiner
Haupttitel (Englisch)
Set in supermodernity
Hauptuntertitel (Englisch)
non-places in contemporary drama
Paralleltitel (Deutsch)
Schauplatz Supermoderne ; Nicht-Orte im zeitgenössischen Drama
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
163 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Rudolf Weiss
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.05 Englische Literatur
AC Nummer
AC10694546
Utheses ID
19440
Studienkennzahl
UA | 343 | | |
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