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"Wiedergutmachungskind" ...über die psychische Geburt von Jan, der unter dem Einfluss seiner totgeborenen Schwester und seines entwicklungsgefährdeten Bruders steht
eine Analyse einer Säuglingsbeobachtung von 0 - 12 Monaten nach der Methode des Tavistock-Konzeptes
Aya Boesch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Gertraud Diem-Wille
DOI
10.25365/thesis.22283
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29667.73592.984765-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Diplomarbeit wird Aufgrund einer psychoanalytischen Beziehungsanalyse eines Mutter-Kind-Paares das Phänomen Wiedergutmachungskind herausgearbeitet.
Bei diesem Wiedergutmachungskind handelt es sich um ein Phänomen, bei dem Mütter wie Väter aufgrund von Erfahrungen aus eigener Kindheit bzw. mit Kindern bestrebt sind, „es“ beim eigenen Kind im Sinne einer Wiedergutmachen „besser zu machen“ und dabei unbewusst Ängste und Sorgen, Schuld- und Schamgefühle sowie tiefe Enttäuschungen auf ihr Kind übertragen.
Diese unbewussten Übertragungsprozesse werden anhand von Beobachtungsmaterial, bei dem ein Mutter-Kind-Paar von Geburt weg bis zum ersten Lebensjahr regelmäßig und unmittelbar nach der psychoanalytischen Methode „Infant Observation“ beobachtet wurde, tiefenpsychologisch untersucht.
Das Beobachtungsmaterial dient als Grundlage für Untersuchungen über den nachhaltigen Einfluss einer dramatischen Schwangerschaftskomplikation mit schwerwiegenden Folgen, welche die beobachtete Mutter vier Jahre zuvor erlebt hatte, auf die Schwangerschaft, Geburt und Beziehung zum Neugeborenen im Hier und Jetzt. Weiters wird der Einfluss von Entwicklungssorgen über das erstgeborene Kind auf die Beziehungsqualität zum Zweitgeborenen untersucht.
In diesen Beobachtungsprotokollen wird die Enttäuschung der beobachteten Mutter ein Kind zu haben, das sich anders entwickelt als gewünscht, in der Art und Weise erkennbar, wie sich die Interaktionsprozesse des Mutter-Kind-Paares entwickeln.
Des Weiteren beschreibt und analysiert diese Arbeit, wie sich das beobachtete Kind in ängstlicher und sorgenvoller sowie trostsuchender mütterlicher Beziehungsumgebung entwickelt.
Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit sind unter anderem für pädagogische, psychologische und medizinische Berufsgruppen, die sich mit schwangeren Frauen, werdenden Väter, Eltern im Allgemeinen und Kindern beschäftigen, bedeutsam
Abstract
(Englisch)
The aim of the thesis at hand is to show the phenomenon of a compensation-child on the basis of a psychoanalytic relationship-analysis of a mother-child pair.
The compensation-child is a phenomenon whereby mothers and fathers aim to make it better concerning the good of their child in the sense of compensation, by means of experiences from their very own childhood. In this process parents unconsciously assign fears and sorrows, guilty and shameful feelings as well as deep disappointments onto their child.
These unconscious transferring processes are explored by means of depth psychology and observational material is used whereby a mother-child pair is regularly observed from birth on until its first birthday with the psychoanalytic method called „Infant Observation“.
The observational material is used as a basis for research on the lasting influence concerning a dramatic complication during pregnancy which the mother had experienced four years ago with a serious outcome on birth and the relationship to the newborn in the present. Additionally, the influence of sorrows concerning the development of the first born child on the quality of the relationship to the second born is examined.
In these observation-logs the mother’s disappointment having a child, which develops differently than wished, becomes visible in the manner how the interaction processes develop between mother and child.
Furthermore the thesis describes and analyses how the observed child develops in an anxious and sorrowful as well as comfort- searching motherly relationship.
The insights from this thesis are significant for pedagogic, psychological as well as medical occupational categories, which are concerned with pregnancy, fathers- to-be, parents in general and children.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wiedergutmachung Säuglingsbeobachtung tiefenpsychologisch Mutter-Kind-Paar-Analyse kindliche Entwicklung
Autor*innen
Aya Boesch
Haupttitel (Englisch)
"Wiedergutmachungskind" ...über die psychische Geburt von Jan, der unter dem Einfluss seiner totgeborenen Schwester und seines entwicklungsgefährdeten Bruders steht
Hauptuntertitel (Englisch)
eine Analyse einer Säuglingsbeobachtung von 0 - 12 Monaten nach der Methode des Tavistock-Konzeptes
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
130 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Gertraud Diem-Wille
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.39 Teilgebiete der Pädagogik: Sonstiges ,
80 Pädagogik > 80.41 Persönlichkeitserziehung
AC Nummer
AC10489800
Utheses ID
19902
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
