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Frauen mit Migrationshintergrund aus islamischen Kulturkreisen und Behinderung
eine exemplarische Studie zur Teilhabesituation muslimischer Frauen mit Behinderung in Österreich
Anna - Theresa Pühringer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Gottfried Biewer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22408
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30440.10465.183962-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der global gesehen kontinuierliche Anstieg von Mobilität und Migrationsbewegungen und die damit einhergehend wachsende kulturelle Heterogenität innerhalb der Gesellschaft finden nicht zuletzt auch ihren Niederschlag in Österreich und seiner Bevölkerung. Im Bewusstsein der Tatsache, dass die gelebte Gleichberechtigung – einerseits für Menschen mit Migrationserfahrung bzw. –hintergrund, andererseits für Menschen, die mit den Folgen einer Behinderung leben – bei Weitem noch nicht erreicht ist, kann davon ausgegangen werden, dass jene Menschen, die mit den Auswirkungen eines Migrationshintergrundes UND einer Behinderung in Österreich leben, in ihrem Lebensvollzug in besonderer Weise Einschränkungen erfahren. Erweitert man diese Problematik nun noch um den Aspekt der Geschlechtlichkeit, und geht mit EHRIG (2004) weiters davon aus, dass Normalität sich innerhalb einer Gesellschaft auf unterschiedliche (kulturelle) Standards und auch geschlechtstypische Erwartungen bzw. Rollenvorgaben bezieht, so ist damit zu rechnen, dass sich hinsichtlich der Gleichberechtigung behinderter Frauen mit Migrationshintergrund und Behinderung eine Reihe zusätzlicher Problemstellungen auftun. Die vorliegende Arbeit hat sich deshalb konkret die Teilhabesituation muslimischer Frauen mit Migrationshintergrund und Behinderung in Österreich zum Gegenstand gemacht, und versucht, angelehnt an die von der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) vorgeschlagenen, relevanten Lebensbereiche der Teilhabe, anhand einer exemplarischen Studie Aufschluss über die unterschiedlichen Lebenslagen bzw. die damit verbundenen Probleme der betreffenden Frauen zu geben. Nach eingehender theoretischer Auseinandersetzung mit den Themenkomplexen Behinderung, (islamischer) Kultur und Migration wurde mittels ExpertInnenbefragungen (vornehmlich im Raum Wien) die Teilhabesituation muslimischer Frauen mit Migrationshintergrund und Behinderung untersucht, und Tendenzen eines damit verbundenen (pädagogischen) Handlungsbedarfs ermittelt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen einerseits ein Bewusstsein für die besonderen Lebenslagen muslimischer Frauen mit Behinderung in Österreich schaffen, andererseits eine richtungweisende Grundlage für weiterführende wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dieser Thematik liefern.
Abstract
(Englisch)
The global phenomena of increased mobility and migration and the subsequently increasing cultural heterogeneity of society also affect Austria and its population. Knowing that true equality for people with migration backgrounds on the one hand and for people with disabilities on the other hand is far from achieved, we can assume that people with migration backgrounds AND disabilities experience especially unfavourable restrictions in their daily life in Austria. If we expand our scope to include gender and EHRIG’s (2004) notion that, in any society, normality refers to a set of (cultural) standards as well as to gender roles and expectations, we can assume that achieving equality for women with migration backgrounds and disabilities is a multi-layered problem. This case study therefore focusses specifically on the living situations and, accordingly, the levels of participation of Muslim women with migration backgrounds and disabilities in Austria and tries to shed light on their living situations and problems based on the list of domains of activity and participation as defined by the ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health). After an in-depth analysis of several theoretical approaches concerning the subject areas ‘disability’, ‘(Islamic) culture’ and ‘migration’, the study used expert interviews carried out mostly in Vienna to ascertain the living situations of Muslim women with disabilities and the tendencies of subsequent (pedagogical) need for action. The results of this study should raise awareness for the special circumstances of Muslim women with migration backgrounds and disabilities in Austria and provide a framework for future approaches to that topic.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Disability Islam Women Migration Participation ICF Culture Austria Discrimination
Schlagwörter
(Deutsch)
Behinderung Islam Frau Migrationshintergrund Teilhabe Partizipation ICF Kultur Österreich Diskriminierung
Autor*innen
Anna - Theresa Pühringer
Haupttitel (Deutsch)
Frauen mit Migrationshintergrund aus islamischen Kulturkreisen und Behinderung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine exemplarische Studie zur Teilhabesituation muslimischer Frauen mit Behinderung in Österreich
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VII, 164 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gottfried Biewer
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.25 Sonderpädagogik: Allgemeines ,
80 Pädagogik > 80.34 Sonderpädagogik: Sonstiges ,
80 Pädagogik > 80.57 Interkulturelle Erziehung
AC Nummer
AC09586541
Utheses ID
20014
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1