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Das Bild des Heilers im Wandel der Zeit
kulturanthropologische und transdisziplinäre Perspektiven
Elke Sollgruber
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Manfred Kremser
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22418
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30174.12383.691461-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit wirft einen kulturanthropologischen Blick auf das Thema Heilen. Es wird versucht, anhand eines geschichtlichen Überblicks ausgewählter Medizinkonzepte, speziell die Rolle der Heilerpersönlichkeit in ihrem soziokulturellen Umfeld näher zu beleuchten. Auch soll hier auf das Phänomen der Initiationserlebnisse in schamanischen Gesellschaften näher eingegangen werden, wie auch auf die Frage, ob Initiationen auch in unserem Kulturkreis stattfinden. Dies wird anhand des transkulturell gleich bleibenden dreischrittigen Modells ( Rites de passage) von Arnold van Gennep näher erläutert. Ausgehend vom Schamanentum, den man als Ursprung aller Religionen bezeichnen kann, werden, unter fortwährendem Rückblick auf schamanische Praktiken, diese Medizinkonzepte kritisch näher betrachtet. Dadurch wird es möglich, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen theurgischer und hippokratischer Medizin, dem Heilmagnetismus und dem diesen Medizinsystemen zugrunde liegenden humoralpathologischen Konzept herauszuarbeiten. Der Heilmagnetismus wurde Ende des 18. Jahrhunderts als zentrale Heilform in Europa angesehen und auch ausgeübt. Humoralpathologisches Denken und dem Schamanentum verwandte Methoden wurden angewendet, der Zeitgeist der Aufklärung jedoch verlangte nach wissenschaftlichen Erklärungsmodellen hinsichtlich der Erscheinungsformen des Magnetismus. Diese wissenschaftlichen Erklärungen sind bis dato ausgeblieben und als konsequente Weiterführung der antiken hippokratischen Medizin konnte sich die Biomedizin bis heute erfolgreich behaupten. Doch nun im 21. Jahrhundert unterliegt auch dieses gegenwärtige Medizinsystem einem Paradigmenwechsel. Die zunehmend kritische Auseinandersetzung mit diesem führt unweigerlich dazu, uns für neue, innovative, wie auch komplementäre Heilmethoden zu öffnen, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. In der Tradition einer Sozial und Kulturanthropologie ergänzt diese Arbeit ein methodischer Teil, in dem ein ausgewählter ‚Heiler’ seine Lebensanschauungen und Praktiken wiedergibt, welche uns zu weiteren Überlegungen hinsichtlich dieser komplexen Thematik des Heilens führt.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the topic of healing from the cultural anthropology perspective. It attempts, through a historical overview of selected medical concepts, to examine the role of the healer in his/her socio-cultural context. Moreover, the phenomenon of healer initiations in shamanic societies is looked at, as well as the question whether initiations also occur in our culture. This is explained with the trans-culturally equal three-step model (rites de passage) by Arnold van Gennep. Shamanism, which can be regarded as the origin of all religion, serves as a starting point for the critical examination of these medical concepts, which are analysed with reference to shamanic practices. This enables a clear distinction between theurgic medicine, hippocratic medicine and mesmerism, which have their foundation in the concept of humoral pathology. Mesmerism, a form of “therapeutic magnetism”, was regarded as a central method of healing in Europe at the end of the 18th century. Although humoral pathology dominated and methods based on shamanic practices were used, the spirit of the Age of Enlightenment demanded scientific explanations for the manifestations of magnetism. These scientific explanations have not been provided until today, and so biomedicine, which is the continuation of Hippocratic medicine, has prevailed as the most important medical concept until today. Now, in the 21st century, however, our medical system is undergoing a paradigmatic change. The increasingly critical analysis of this system inevitably leads to a more open attitude towards new, innovative and/or complementary healing methods in order to cater for the patients' needs. In the tradition of social and cultural anthropology, this thesis contains a methodical part in which one “healer” describes his world-view and healing methods which lead to additional considerations about the complex topic of healing.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Das Bild des Heilers im Wandel der Zeit Kulturanthropologische und transdisziplinäre Perspektiven
Autor*innen
Elke Sollgruber
Haupttitel (Deutsch)
Das Bild des Heilers im Wandel der Zeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
kulturanthropologische und transdisziplinäre Perspektiven
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
112 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Kremser
Klassifikationen
44 Medizin > 44.01 Geschichte der Medizin ,
73 Ethnologie > 73.01 Geschichte der Ethnologie
AC Nummer
AC09606416
Utheses ID
20023
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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